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Holbeins Totentanz und seine Vorbilder
Entstehung
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(s. oben S. 68, j6) verschont blieb,so dass jene Ausbesserung noch inder alten Malweise, also bei einerentsprechend zurückliegenden Restau-ration ausgeführt sein muss*).

Sehr bezeichnend sind fernerfolgende Fehler. An dem Ritter(Fig. 36), dem Toten der Edelfrau(Fig. 38) und dem Narren (Fig. 40)sind die Beine so falsch angesetzt,dass der Oberkörper des Ritters um90 Grad über den Unterkörper ver-schoben, der Rücken des Toten derEdelfrau abwärts wie eine Bauch-seite und das Becken des Narrenvollkommen monströs erscheint. Sogrobe Verzeichnungen sollte man doch dem ursprünglichen Malernicht zur Last legen, ehe man sich von der Unmöglichkeit eineranderen Erklärung überzeugt hat. Eine solche liegt aber geradezuauf der Hand. Denn in allen drei Fällen handelt es sich gar nichtum falsche Konturen, sondern wesentlich nur darum, dass eine zumTeil minimale Überschneidung zweier Linien im offenen Widerspruchzur ganzen Figur hineingezeichnetwurde, während bei der um-gekehrten Überschneidung allesin Ordnung geblieben wäre. Essind dies die Überschneidungender inneren Konturen beider Ober-schenkel beim Ritter und beimNarren, und die Überschneidungin der Leistengegend am Toten

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der Edelfrau. Diese Fehler

Fig. 36. Ritter aus dem KlingenthalerTotentanz, nach Büchel.

*) FlSCHEB, der als letzter Augenzeugeüber das Klingenthaler Gemälde berichtete, nenntausdrücklich die Reihe: Tüngling bis Jude (alsomit Einschluss des Blinden und des Narren) alsdie von ihm gesehenen Reste, die sämtlich mitWasserfarben und in der derben alten Maniergemalt gewesen seien.

Ritter aus dem Grossbaseler Totentanz.nach Büchel.