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den „Amtmann", wie in Norddeutschland der Handwerker hiess,gesetzt und umgekehrt. Endlich wurde 1799 das Bild des Herzogsund eines Toten ausgeschnitten, so dass jetzt die Paare das Bischofsund des Abts aufeinander folgen. In der Tabelle II ist die ursprüng-liche , in den Lithographien des MANTELSSchen Buchs (No. 44) diegegenwärtige Reihe des Originals wiedergegeben.
Bei einer jener Übertragungen ist aber noch eine Veränderungdes ursprünglichen Bildes eingetreten. Aus dem Vergleiche desgegenwärtigen Lübecker Bildes mit den alten Kopien desselben inReval (Estland) und der Nachbildung in Berlin (vgl. No. 56, 58)geht mit Sicherheit hervor, dass auch in Lübeck einst vor demeigentlichen Reigen nicht nur ein Prediger, sondern auch einemusizierende Person zu seinen Füssen, wahrscheinlich ein Toter wiein Reval, vorhanden war (S. 38). Statt dessen zeigt sich jetzt anjener Stelle eine Totengestalt als Vortänzer des ganzen Reigens, dieaber ein späterer Zusatz, wahrscheinlich des Kopisten Wortmann, ist,der im Jahre 1701 die zweite Übertragung des Gemäldes auf Lein-wand ausführte. Dies scheint mir schon daraus hervorzugehen, dassdiese Gestalt durch ihren Federhut und das Leichentuch, sowiedurch ihre ganze Haltung vollkommen mit dem ersten der dreikleinen Figürchen übereinstimmt, die im landschaftlichen Hinter-grunde hinter dem Wucherer zu sehen sind und sowohl als ganzüberflüssige Zuthat, wie insbesondere wegen der modernen Trachtder Frau nur von einem späteren Restaurator herrühren können.Im übrigen kann aber die Kopie des eigentlichen Totentanzes von1701 sowohl nach den alten Trachten wie nach der Übereinstimmungmit den Resten des Revaler Bildes zu schliessen, als eine sehr treueWiederholung des Originals bezeichnet werden (Mantels, Seelmann ).Soweit ich sehe, hat sich nur ein grober Zeichenfehler eingeschlichen:der Tote des Wucherers ist mit seinem ganzen Oberkörper in derVorderansicht gemalt, die Beine und Füsse zeigen sich dagegenebenso vollständig in der Ansicht von hinten. Natürlich rührt dasvon einer handwerksmässigen Ausbesserung her.
Der erste niederdeutsche Text des Lübecker Gemäldes ist inseiner Form dem französischen Schauspiel nachgebildet (s. S. 89).Aus einzelnen abweichenden Sprachformen schliesst Seelmanx(S. 9, 69), dass ein niederländisches Mittelglied angenommen werdenmüsse, dessen Übersetzung oder Bearbeitung jener Lübecker Text