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Ursprungs sein; dann folgt aber eine Person geringeren Standes mitkurzem Wams und einem Küchengeschirr, also wohl ein Koch,ferner ein Bauer mit an beiden Knieen zerrissenen Beinkleidern,zuletzt eine Edelfrau, sich im Spiegel betrachtend, während einToter hinter sie tritt. Diese drei Gestalten können nur von Baselstammen; und auf dieselbe Quelle weist noch ein anderes Merkmalhin. Das Hauptmotiv des über dem Totentanze von Clusone be-findlichen Triumphes des Todes ist, dass alle Stände ihm Geldund Kostbarkeiten anbieten, damit er sie schone*); dieses Motiv istaber schon im Bilde des Wucherers in Gross-Basel verwendet undim Text des Kaufmanns von Klein-Basel enthalten.
So sehen wir also schon im 15. Jahrhundert den Einfiuss Baselsneben dem französischen nach Italien vordringen, ein Zeichen, wieschnell sich der Ruf des „Todes von Basel" verbreitete.
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VI.
DER LÜBECKER TOTENTANZ.
u den wenigen Totentänzen, die sich bis zur Gegenwarterhalten haben, gehört das in der Marienkirche zuLübeck befindliche Gemälde (vgl. Mantels No. 44, 45).Es war anfangs auf Holz gemalt, wurde aber wahr-scheinlich schon vor der ersten bekannten Ausbesserung(1588) zum erstenmale, 1701 zum zweitenmale auf Leinwand über-tragen und dann mit neuen hochdeutschen Reimsprüchen an Stelledes alten niederdeutschen Textes versehen. Wohl schon bei derersten Übertragung geriet die alte Reihenfolge in Unordnung. Dienach dem ältesten, niederdeutschen Text geforderte Ordnung lässtals 10. bis 13. Paar aufeinander folgen: Karthäuser, Edelmann, Dom-herr, Bürgermeister, was jetzt im Gemälde umgestellt ist in: Kart-häuser, Bürgermeister, Domherr, Edelmann. Auch ist der neue Textvon zwei Paaren durch Missverständnis vertauscht: der Spruch desim Bilde unverkennbaren, sporentragenden Kaufmannes wurde unter
*) Seelmanns Bemerkung, dass der Totentanz von Clusone keine Frauen enthalte und dassdie Männer sämtlich Geld oder Kostbarkeiten trugen, beruht auf einer Verwechselung mit demTriumph und dem Bilde von Pisogne.