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in den Händen des Papstes. Am auffälligsten sind jedoch gewisseEigentümlichkeiten der Totengestalten. In der Regel gleichen sieihren Vorbildern; nur wenige haben unzweideutige knochenartigeSchenkel (Fig. 9). Eine sonderbare Laune ihres Malers versah abermehrere von ihnen mit Füssen, die statt in Zehen in lange schnabel-schuhähnliche Spitzen auslaufen, gleich der Fussbekleidung der nebenihnen stehenden Lebenden. Ferner tragen die Toten des Bischofs,des Serganten und des Kindes ganz deutliche Tierköpfe (Fig. 3),und der Führer des Wucherers ist eine wie mit Totengewändernbekleidete weibliche Gestalt, also offenbar ein weiblicher Toter. Vonder Möglichkeit, dass diese in Paris fehlenden Absonderlichkeiten
Fig. 9.
Ein Paar aus dem Totentanz von Kermaria,nach Soleil.
durch eine spätere Übermalung hinzukamen, ist deswegen abzusehen,weil die übermässig langen Schnabelschuhe der Mitte des 15. Jahr-hunderts angehören, um welche Zeit aber auch das ganze Bild vonKermaria als Nachbildung der Pariser Danse macabre von 1425 ge-malt sein muss. Sein Verfertiger wird also jene Zusätze einem anderenderartigen Gemälde entnommen oder aus seiner eigenen Phantasie ge-schöpft haben (s. den folgenden Abschnitt).
Das ganze Gemälde ist übrigens nicht nur schlecht erhalten,sondern auch von einem wenig geschickten Künstler gemalt. DieGestalten sind durchweg steif und leblos ausgefallen, wozu der durch-gehende Kettenreigen wohl am meisten beitrug; überhaupt ist die