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völlig unverständliche Ausdrücke des Textes (schwarz, dürr) aufdie Todesfiguren des geistlichen Schauspieles und so auf dieses alsden eigentlichen Vorläufer der Totentanzbilder hinweisen.
Durch die neueren Forschungen ist die Auffassung Wackernagels,dass der Totentanz schon im 13. Jahrhundert als geistliches Schau-spiel in Frankreich aufkam, sichergestellt worden. Nicht so bestimmtlauten die Nachrichten über seine Verbreitung nach den benachbartenLändern. Die ursprüngliche Einrichtung des französischen Schau-spiels findet sich nur im spanischen und im Lübecker Text; einewirkliche Aufführung des Schauspiels ist aber für Lübeck aus-geschlossen, für Spanien nicht nachgewiesen. Die Verpflanzung desTotentanzes nach England fand nur auf dem Wege von Nach-ahmungen des Pariser Gemäldes statt; die Art seiner Einführung inSüddeutschland bleibt aber unentschieden. Denn obwohl dort nurGemälde und solchen angepasste Texte des Totentanzes bekanntgeworden sind, nimmt Wackernagel die Existenz eines deutschenSchauspiels an, was wieder von Godecke, Schnaase, Seelmann be-stritten wird. Ich werde noch darauf zurückkommen. Alle übrigendeutschen, italienischen und sonstigen Bilder sind Nachbildungen dervorhin genannten. Jedenfalls verdrängten die Gemälde überall, wosie aufgekommen waren, das Schauspiel, das sie so bequem ersetzten,vollständig; die letzten verbürgten Aufführungen fanden im 15. Jahr-hundert in Frankreich statt.
In welcher Form aber auch der Totentanz sich ausbreitete, solag es in der Natur solcher für das Volk bestimmten Schaustellungen,dass sie nicht an einen festgelegten Text gebunden waren, vielmehrsich nur an ein allgemeines, durch die Geistlichen überliefertesSchema hielten, im einzelnen aber, um den rechten Eindruck aufihr Publikum nicht zu verfehlen, sich nach den Verhältnissen desjeweiligen Landes oder Ortes richteten und daher in der Wahl derScenen und in den begleitenden Reden um so mehr voneinanderabwichen, je mehr die Orte der Handlung durch Entfernung undnationale Grenzen voneinander getrennt waren. Andererseits ist injedem Lande, wo das Interesse für den Totentanz länger anhielt,eine gewisse Entwicklung desselben, wenigstens in der äusseren Er-scheinung, nicht zu verkennen. War in dieser Beziehung schon der
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