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nicht wirkliche Totenköpfe als Modelle zur Verfügung standen unddie sich daher nach den gesehenen oder ihnen beschriebenen Fi-guren des Schauspiels richteten, das wiederholten, was an denletzteren unvermeidlich war, an Totenschädeln aber fehlerhaft ist,B. das Hervortreten der Nase im Profil, die Andeutung der
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Augen in den Augenhöhlen (Fig. 7) u. s. w., oder die Köpfe ihrerTotengestalten geradezu fratzenhaft gestalteten. Das übrige Mönchs-kleid , das
anfangs
vielleicht unverändert unter der Kopfmaskegetragen wurde, mag später, um Rumpf und Glieder in bessereÜbereinstimmung mit dem Kopf zu bringen und an einen nacktenKörper zu erinnern, um Arme und Beine enger zusammengezogenworden sein*).
Diese dem Volk nicht selten vorgeführte Gestalt war in Frank-reich und Deutschland sicherlich traditionell und allbekannt geworden,bevor eine bildliche Darstellung derselben Art entstand, die dahernaturgemäss an jene volkstümlichen Vorbilder anknüpfte. Dabeiwurde das Mönchskleid fortgelassen oder durch Leichentücher er-setzt, während der nackte Körper wenigstens anfangs zur Erhöhungdes unheimlichen Eindruckes die schwarze Farbe jenes Kleidesbehielt. Auf diese Weise erklären sich alle angeführten Eigen-tümlichkeiten der gemalten Todes- und Totenfiguren, sowie ihreIdentität in den verschiedenen Ländern: beide wurden gleicher-weise dem wirklich aufgeführten Schauspiel entlehnt, und ihrebesondere Form ist nicht auf eine bewusste Erfindungder Maler, sondern auf die künstlichen Masken dergeistlichen Schauspieler zurückzuführen. Bei dieserersten Form der Totengestalt blieben die Maler allerdings nichtstehen, sondern versuchten in verschiedener Weise den ererbtenI ypus zu vervollkommnen, worüber das Nähere in der Einzel-beschreibung angegeben wird. Hier sollte nur versucht werden,den Ursprung der ältesten gemalten Totengestalten, worüber bisherjeder Anhalt fehlte, nachzuweisen. Und es ist bemerkenswert, dass
sonst
nicht nur die gemalten Totengestalten
sondern auch gewisse,
SEELMANN denkt sich die Maske des Todes im Schauspiel so: „In eng anliegende gelblicheLeinwand gekleidet, welche durch die Kunst des Malers so bemalt ist, dass der Tod einer Leicheähnlich sieht" (S. 18). Er übersieht aber die schwarze Farbe des Todes und dass gerade der Kopfam meisten maskiert war. welche beiden Merkmale in der einzigen Nachricht über Totenmasken des15- Jahrhunderts genannt werden.