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genannt; nicht selten sind sie auch im Bilde durch die Brüste unddas lange Haupthaar als weibliche Gestalten gekennzeichnet (Fig. 2, 64),was wenigstens beim deutschen „Tod" widersinnig wäre; oder sietreten gelegentlich in derselben Scene in der Mehrzahl auf, wie amBeinhaus der Basler Gemälde (Fig. 22), was ebenfalls nur auf wirklicheTote bezogen werden kann, u. a. m. Diesen Thatsachen gegenüber
bedarf der EinspruchWesselys (S. 39),dass Verstorbene keineMacht über die Leben-den haben, sie alsonicht gewaltsam ent-führen könnten undfolglich die fraglichenGestalten nur den Todselbst darstellten, wohlkaum einer ernsthaftenWiderlegung, beson-ders da diese Totenin den ältesten deut-schen Bildern auf ihrePartner gar keinenTodeszwang ausüben,sondern sie als bereitsSterbende nur ge-wissermassen als ihres-gleichen aufsuchen undanfassen.
Dagegen ist aller-dings zuzugeben, dassdie gleichen Toten-gestalten ausser in den genannten Darstellungen von wirklichen Ver-storbenen uns auch in solchen begegnen, wo sie ebenso unzweifelhaftden Tod selbst veranschaulichen sollen. Frimmel zählt eine ganzeReihe von französischen Miniaturen aus dem 14. und 15. Jahrhundertauf, in denen der Tod beim Sündenfall, am Krankenbett, den Lebens-baum fällend u. s. w. als ein grauer Kadaver mit einem Totenschädelgemalt war. Im 15. Jahrhundert erschienen dieselben Todesfiguren
Fig. 2. Weiblicher Toter aus dem Totentanz von La Chaise-Dieu,nach Jubinal.
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