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1462 pilgerte Ulrich Ketzel aus Nürnberg nach demheiligen Lande; vgl. Kamann 12.
1464 (a.) am 5. April brachen Sebald Rieter sen., Si-gismund und Georg von Egloffstein und AndreasZobel von Nürnberg auf (S. 14), segelten am 14. Mai vonVenedig ab und kehrten glücklich wieder heim (Röhrichtund Meisner, Das Reisebuch der Familie Rieter, Tübingen1884, 14-15.
1464(1).) In demselben Jahre, vielleicht zusammen mitdiesen, pilgerten auch Sigmund und Alexius Haller(Will III, 354 f.; Kamann 12).
1464(c.) scheint Ulrich von Hasenberg aus dem hei-ligen Lande heimgekehrt zu sein; er brachte Stücke vomheiligen Kreuz, vom Abendmahlstisch, von der Geifselungs-säule, vom Abend mahlsbrote, vom Stabe Mosis und von derKrippe Christi nach Schweidnitz mit und schenkte dieseReliquien der Pfarrkirche (Wernicke, Die kathol. Pfarrkirchezu Schweidnitz 1874, 23.f.; gütige Mitteilung des HerrnVerfassers; vgl. Anzeiger des german. Museums 1879, Nr. 9,270 ff.).
1465(a.) Georg Emmerich, Bürgermeister von Gör-litz, unternahm zur Bufse für eine an der Tochter einesBürgers Bennigna Horschel verübte Gewaltthat, mitzwei Dienern, einem Architekten, und Agnes,der als Mönch verkleideten Witwe des GeorgFinger, eine Wallfahrt nach Jerusalem, ward am 11. Julizum Ritter des heiligen Grabes geschlagen (das Attest in:Sacrum D. Salvatoris Cenotaphium d. i. Eigentliche undsehr akkurate Beschreibung des heiligen Grabes zu GörlitzA 3 f. ist unterschrieben vom Guardianvikar des ZionsbergesBruder Franziscus de Placentia und im Turmknopfe seinerKapelle 1578 deponiert worden) und. erbaute zum Dankfür die glückliche Heimkehr eine hölzerne Kapelle des hei-ligen Grabes, die später in eine steinerne umgewandelt wurde(Manlius in Hoffmann, Scriptt. rerum Lusat. I, 372, 379—381; Meister, Annal. Gorlic. ibid. II, 16—17, 122 ff.; Lau-sitzer Magazin 1734,91; 1824, 385 f.; 1859,333; Schmidt-