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forscher, Bern 1828, VII, S. 313—402 und von B. Bernoullimit guten Anmerkungen in Beitr. zur vaterländ. Geschichte,Neue Folge II, Heft 1, Basel 1885, 1—75 (Separatabzug).
C. 1460—1470. Johann von Kant (Kenty bei Ausch-witz oder Oswiecim), Professor in Krakau, legte seine Stellenieder, um nach dem heiligen Lande zu reisen, wo er denMuselmännern das Christentum gepredigt haben soll; erstarb nach seiner Rückkehr (24. Dezember 1473) und Hegtin der St. Annenkirche in Krakau begraben. (Klose inScriptt. rerum Silesiac. III, 332). Vielleicht fällt in dieseZeit auch die Pilgerfahrt der Breslauer Bürger JohannMeissner (f 14. März 1480), Balthasar Horning(f 17. August 1480), welche Klose 400 erwähnt. AuchHieronymus Krebil, Ritter, aus Breslau (f 3. Mai 1506),scheint im heiligen Lande gewesen zu sein; auf dem nocherhaltenen Grabmal zu St. Christoph ist Christi Kreuz-tragung abgebildet, darüber ein völlig gerüsteter Ritter zuPferde bei einer Stadt (Klose 403). Gütige Mitteilung desHerrn Dr. Ewald Wernicke.
In derselben Zeit mufs Conrad Schedel, welcher zwölfKönigreiche durchreiste, im heiligen Lande gewesen sein;er starb in Damaskus. Die gesammelten Reliquien schickteer an seinen Bruder Hermann, der sie der Kirche vonLeimburg überwies (Will, Münzbelustigungen IV, 91).
1461(a.) Herzog Wilhelm von Thüringen undSachsen brach, nachdem er (25. März) sein Testamentgemacht (Kohl, Die Pilgerfahrt des Landgrafen W. desTapfern von Th., Bremen 1868, 14 — 16; vgl. Heinrich,Handbuch der sächs. Gesch. I, 402, v. Mülverstedt, Reg.Stollbergica 531 — 532, Nr. 1597), am 26. März von Hauseauf, traf in Baiersdorf mit dem Markgrafen Albrecht Achillesvon Franken-Brandenburg, der bereits 1435 im heiligenLande gewesen war, zusammen, ging über Nürnberg, Münchenund den Brenner nach Venedig, wo er am 29. April ankam.Am 1. Mai segelte die Reisegesellschaft (im ganzen 91 Köpfe)ab; in Modon traf man den Herzog Adolf von Gel-dern, welcher mit fünf grofsen Schiffen ausgesegelt war