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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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Folge I, 81—96; vgl. einen Auszug im Johanniterblatt1882, 130—131.

1454(a.) Georg von Ehingen segelte mit einigen Jo-hanniterrittern von Venedig nach Rhodus, um hier gegendie Türken zu kämpfen, ward aber nach elfmonatlichemvergeblichen Warten auf das Belagerungsheer abgedankt(S. 12) und ging, mit einem Empfehlungsbrief an den Königvon Cypern versehen, über Beirut, Tyrus, Safed, Nazarethnach Jerusalem, wo er 15 Tage blieb. Von hier zog ermit einem Gefährten „genannt der Münch von Basel"einigen Kaufleuten und Franziskanern nach Damaskus, woer und der „Münch" gefangen aber gegen 30 DukatenLösegeld wieder losgelassen wurden (S. 13), besuchte dannAlexandria („und wirdet treffenlich von dem soldan verhietmit vil soldnern und mamelucken") und segelte nach Cypern;auf der Reise starb sein Gefährte „der von geschlecht einMünich von Basel war". Der König nahm ihn freund-lich auf. Georg ging dann über Rhodus, Venedig zurückin seine Heimat (S. 14). Nach zwei Jahren ging er durchFrankreich nach Spanien, erschlug vor Ceuta im Zweikampfeinen riesigen Mauren (S. 24), kämpfte nachher gegen dieMauren von Granada (S. 27) und trat dann in Dienste desenglischen Königs (S. 28).

Seine „Reise nach der Ritterschaft" erschien Augsburg1600 (bei Dominicus Cost); vgl. auch Crusius, Annal. Suev.II, 422—424; Holzherr, Gesch, d. Reichsfreiherren vonEhingen, Stuttgart 1884, 36—40. Die neueste Ausgabeveröffentlichte Pfeiffer in der Bibliothek des literar. VereinsI, Stuttgart 1842.

1454(1).) pilgerte Junker Michael von Meggen, Sohndes Nikolaus von Meggen (Cysats Collectan. A. 95 im Can-tonalarchiv von Luzern). L.

In demselben Jahre (1454[e.]) trat Friedrich G reife n-clau vom Volraths seine Pilgerfahrt an, aber auf derHeimkehr zu Ragusa in den Franziskanerorden, worüber dieinteressanten Briefe an seinen Schwager Friedrich vonFlersheim zu vergleichen sind bei Waltz, Die Flersheimer