115
Dezember 1400 wieder nach Tirol zurück, wo seine Brautinzwischen einen anderen geheiratet hatte (Beda Weber, DieGed. Osw. v. Wolkenstein, Innsbruck 1847, 6). Dann darch-zog er Holland, England, Portugal, nahm 1411 an der Er-oberung Geutas teil, wurde von dem muslimischen HerrscherGranadas freundlich aufgenommen und kehrte durch Süd-frankreich wieder heim (S. 8—9; vgl. Zingerle in denSitzungsberichten der Wiener Akademie, phil. histor. Classe1870, LXIV, S. 659—660).
In diese Zeit, jedenfalls bald nach 1400, fällt die Pilger-reise des Kitters Ludwig von Kamer, der auf der Heim-kehr starb (Hundt, Stammbuch des bayr. Adels I, 239).
1401 gab Papst Bonifaz IX. dem Grafen Friedrichvon Ottingen Erlaubnis zum Antritt seiner Jerusalem-fahrt (J. P. Lang, Materialien 1774, IV, 133).
1402(a.) Leonhard Kuno Daich wird auf einem altenKupferstich (der sich im Nachlafs des 1879 in Nürnbergverstorbenen Obersten von Gemming befand) als Pilgerdieses Jahres erwähnt (Gütige Mitteilung des Herrn Dr. Ka-mann).
1402(b.) In demselben Jahre soll Johannes von Tet-tau nach Jerusalem gegangen und später Johanniter ge-worden sein (Iselin, Histor. geograph. Wörterbuch 1729,IV, 585).
1404(a.) wurde Herzog Ludwig II. von Liegnitzmit dem Junker von Stiwitz auf einer Pilgerfahrt vonden Türken gefangen, aber durch die Liegnitzer Bürgerwieder losgekauft (Sammter, Chronik von Liegnitz I, 305).
1404(1).) Graf Konrad III. von Freiburg (imBreis-gau) und Neuchätel trat am 4. März 1404 seine erstePilgerfahrt, auf welcher er sich in Venedig 200 Floren vonUlrich Sebner lieh (Zeitschr. für d. Gesch. des Ober-rheins XXI, 205) an und kam nach zweijähriger Abwesen-heit wieder glücklich heim (Boyve, Annal. histor. de Neuch.I, 411; F. de Chambrier, Hist. de Neuchätel 115—116),unternahm dann 1408 eine zweite Reise, von der er imOktober 1409 ebenfalls wieder glücklich zurückkehrte (Boyve
8*