111
Peterskapelle an der Sebalduskirche zu sehen. Das Hal-lersche Geschlechtsbuch (im königl. bayerisch. Archiv zuNürnberg) erwähnt auch, dafs Lukas, der Sohn HeinrichKetzels „von der Schwartzerin" nach dem heiligen Landegegangen sei (Kamann S. 11).
pc. 1390 ging Wilhelm Rieter (f 1412), „HeinrichRieters 'Sohn von der Mauerin" nach dem heiligen Lande(Kamann 11).
■■■ 1390—1396 soll der Minnesänger Graf Hugo VIII.von Montfort, Herr zu Bregenz und Pfannberg, im hei-ligen Lande gewesen sein (Stalin, Wirtemb. Gesch. III, 686;Weinhold in den Mitteilungen des historischen Vereins fürSteiermark 1857, 137 f ; Bergmann in den Sitzungsber. d.Wiener Akad. (phil. hist. Klasse) 1853, IX, 815 läfst dasJahr unbestimmt). Hingegen bezweifelt Bartsch, Hugovon Montfort (Stuttg. litterar. Verein GXLIH) 1879, IS-IS, 20 die Echtheit seines vierzigsten Gedichtes (ebensoWackerneil, Hugo v. Montfort 1881, 272), auf welche sichdie Annahme seiner Pilgerreise überhaupt stützt, aus philo-logischen Gründen und bestreitet überhaupt, dafs Hugo je-mals ins heilige Land gegangen sei. Da aber jenes Gedichtdoch von einer Jerusalemfährt spricht und insofern Interessehaben mufs, so mag die darauf bezügliche Stelle einfachhier folgen (S. 223; bei Wackerneil 168—171):
Man fint dinr barmung vil und me Beschriben noch an manchen
enden
In alter' und in nüwer e. Nu wolst uns, herr, den engel senden,
Der Thobias sone behut Vor leid und auch vor smertzen.
(S. 224) Mach unser end und walfart gut Uns auch vor allen Sün-den frut
Durch dinen dot und düres blut, Wan es ist ufs dem schertzen.
0 herr, vatr allr barmhertzikeit, Durch dine hoen namen dri
Und durch diu mutr, die reine meit, So bis uns, herr, mit hilffe bi.
Wir sweben hie uf wildem mer. In grofsem Kommr alls drostes bar.
Langes leben uns bescher, Bifs wir unsr sünd Gebuessen gar
Und erwerben herr die hulde din.
Maria, lichter meris Btem, Bit din ufserweltis kint,
Das er uns alle wöll gewern Und verlihen uns ein selgen wint,