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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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turus foret cum exercitibus Christianis ad terram illam ca-piendam et sue dicioni subjiciendam "), infolge dessen gefangengesetzt und schimpflich behandelt, aber durch Vermittelungseines Gönners als Pilger legitimiert und befreit, worauf derRenegat seine falsche Anklage mit dem Tode büfsen mufste.Die Pilger wurden durch den Emir auch demSultan"vorgestellt, der sie freundlich aufnahm, und dem Gouverneurvon Accon befahl, sie nach Cypern einzuschiffen. Als dieserdem Befehl nicht nachkommen wollte, zwang ihn der Emirmit Hilfe der 400 in Accon weilenden christlichen Kaufleutedazu und verschaffte ihnen Gelegenheit zur Fahrt nachCypern.

(Johannes von Winterthur, Chronik, herausgegeben vonGeorg von Wyfs, Zürich 1856, 186187.)

Im Jahre 1312 starb Graf Ludwig von Oettingen,ein Domherr zu Mainz, in Cairo (J. P. Lang, Materialienzur Oetting. Geschichte, Wallerstein 1774, IV, 133)..; 1313 pilgerte Graf Woldemar von Anhalt nachdem heiligen Lande (Peter Becker, Chronik von Zerbst,herausgegeben von Kindscher, Dessau 1858, 4 u. 141). Indemselben Jahre soll der Schwager des Königs Ludwig vonDeutschland, ein Graf von Holland, sich zur Pilgerfahrtgerüstet haben, ohne jedoch das heilige Land zu erreichen(Job. von Winterthur 189190).

1316 im März pilgerten die Herren von Bodmannund von Hohenfeis mit einigen Gefährten nach dem hei-ligen Lande, wo sie gut aufgenommen wurden (a quodamrege pagano reverenter tractati sunt et muneribus insignibushonorati sunt"); sie trafen schon vor dem 25. Dezemberdesselben Jahres wieder in der Heimat ein (Joh. von Winter-thur 240; vgl. Unland, Schriften VIII, 432ij 3; Verein fürd. Gesch. d. Bodensees XI, 1872, 38, No. 178).-|> Im Jahre 1316 (am 14. März) brach Ludolf von Fra-meynsberg aus Landshut zu einer Pilgerfahrt auf, be-suchte Jerusalem und den Sinai. Die Reisebeschreibung istohne bemerkenswerte Details (Canisius-Basnage, Lectionesantiquae IV, 358360).