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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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St. Thomasordens (S. 32). Über den ersten christlichenHerrn von Caesarea erzählt er (S. 49):terra sancta recu-perata, in portionem cujusdam militis de partibus istis no-mine de Hörne fuit devoluta, cujus generis adhuc temporismeis vixit vidua, quam saepius bene vidi et de hac materiatractavi" (vgl. dagegen Du Cange, Les familles d'outre mered. Rey 274f. u. Röhricht, Beiträge II, 308). In Hebrontrifft er drei Renegaten aus der Diöcese Minden,welche früher den Wilhelm von Boldensele auf seiner Reisebegleitet hatten (S. 71), in den Balsamgärten von Mathariavier Deutsche, aufserdem noch einen Mann ausSchwarzburg bei Erfurt und einen gewissen Nikolaus,welche wahrscheinlich bei der Eroberung Accons 1291 ge-fangen genommen waren (S. 54). Am Toten Meere lernt erzwei bei derselben Gelegenheit gefangene Templer (dereine war aus Burgund, der andere aus Toulouse) kennen(qui ligna soldani servabant"), die nach Ablauf einesJahres ihre Freiheit wieder erhielten (S. 89). Am Fufse desTabor will der Reisende die Burg Blanchegarde (Teil es-safie bei Askalon!) besucht haben, nach der sich viele dortansässige Familien genannt hätten (sed unde orti fuissenteorum parentes ante recuperationem Terrae Sanctae, peni-tus ignoratur, et saepius super hoc ab eis sum interrogatus,si aliquis esset in partibus meis, qui se diceret habere inpartibus Ulis cognatos, qui eorum arma in clipeis haberent",S. 96). In Safed findet er bei einer jüdischen Familieaus Westfalen Aufnahme (S. 97). Die Grabeskirche ver-gleicht er mit der Kathedrale von Münster (S. 78), denLibanon mit dem Osning (S. 37), den Tabor mit demDesenberg bei Paderborn (S. 95).

Seine Reisebeschreibung, welche das Meiste aus Wilhelmvon Boldensele entlehnt, ist herausgegeben von Deycks inder Bibliothek des litterarischen Vereins zu Stuttgart 1851;vgl. dazu die sorgfältige Studie von Neumann in Les ar- / /chives de l'orient latin II, 305378.~¥ Zwischen 133 1 ? und 1341 pilgerte Burggraf Albrechtder Schöne von Brandenburg, nachdem er viele rit-