Druckschrift 
Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
Entstehung
Seite
67
Einzelbild herunterladen
 

67

quet, Johanniterwochenblatt 1881, S. 22. Thunger 423 nennt auchdas armenische Kloster im Hause des Kaiphas als Herberge (vgl.Tobler, Jerusalem II, 169; Denkblätter 536), Helfirich 379 f. ein eigenesvon den Mönchen für die Pilger gekauftes Haus.

225. Fabri I, 240; Lengherand 117; Tucher 352a; Parsberg;Tobler, Jerusalem I, 405f.

226. Wo eine neue Zählung erfolgte (Kohl m), j m sechszehntenund siebenzehnten Jahrhundert alle Pilger ihre Namen in ein grofsesBuch eintragen mufsten (Otto v. Groben 85) und kurz vor Antrittder Prozession ihnen (nach 1 Tim. 5, 10) durch den Guardian dieFüfse gewaschen wurden. (Ignatius von Rheinfelden I, 54; Byfs 10;Troilo 90; Harrant 160; Rantzow 40; Slisansky 35; Behaim 31;Zuallart 280 und besonders Otto v. Groben 86f.; vgl. Tobler, Denkblätter530). Dies Zionskloster war im Besitz der Franziskaner nachBdnard,Le voyage de Hierusalem, Paris 1621, 269 seit 1304; vgl. Niederrhein.Bericht in Zachers Zeitschr. für deutsche Philologie XIX, 4849.

227. Anfangs 12 Dukaten (Tucher 353a), später 5 (Tschudi326 ff.; Fürer 260), 68 (Walter von Waltersweil 35 a; Schweigger314), nach Joh. von Lauffen: 2 Kronen und 2 Batzen für Herbergeund Wachskerzen. Scheidt 78 gab auch 8 Dukaten, klagt aberüber die Betrügerei, welche die Pilger (über die auch Stockar 66schwere Klage führt) an den Franziskanern zu üben pflegten; er sagt(S. 79): Etliche nehmen auch wol das Abendmahl, und wenn ihnendie Mönche allen guten Willen, so möglich wäre, erzeigt hätten, ver-ehrten sie etwan einer 2 oder 3 Dukaten, oder geben ihnen böse Geldoder falsche Müntze, und wären wol 14 Tage als 3 Wochen allda;zu deme wann sie in ihr Land kämen, berühmten sie sich dessen,wie sie die Mönche betrogen hätten, ja für diese erzeigten Wohlthatenverspotteten sie sie." Ahnliche Undankbarkeit wird von Thunger423 und Rehlinger 411 erwähnt. Das Geld selbst ward gewöhnlichbei Tisch gesammelt (Rehlinger 411J oder auf das heilige Grab ge-opfert (Parsberg).

228. Tschudi 326-331; Fürer 260; Tobler Denkblätter 233ff.

229. Grünemberg 157 hatte zum Führer einen GürtelchristenElias, Herzog Friedrich 127 einen Namens Simon; Stockar 1; Tschudi99, 108 nennen ihn Gamelin d. i. Gamoulin, also einen Bastard aus derEhe eines türkischen Vaters und einer lateinischen Mutter oder um-gekehrt (Brocard-Mielot 298); Helffrichs (378 a) Führer hiefs De-metrius.

230. Fafsbender 257 wohnte bei einem Juden Namens Karel;Wilhelm von Boldensele 270 liefs sich durch einen deutschen Judenherumführen; Ludolf von Sudheim 97 wohnte in Safed bei einer jü-dischen Familie aus Westfalen.

231. Tschudi 118; Helffrich 379 a. Lengherand 117 nennt einen