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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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206. Fabri I, 194; Ketzel 54; Schürpff 206f.; Tucher 352a;Herzog Friedrich 83; B. von Eptingen 345f.; Jodocus von Meggen90; Mergenthai; Seydlitz 252. Weder Jakob von Verona, noch Por-ner 134 und Gumppenberg 237 a berichten von dieser Kontrolle (wohlaber 1345 Niccolo da Poggibonsi I, 18); nach B. von Eptingen 365erfolgte die Angabe der Namen erst in Jerusalem. Über das Pafs-wesen seit 1183 in Alexandrien vgl. Ibn Batoutah ed. Defremery Iprdface, p. XXXVII, Note 3.

20?. Ein bei Grünemberg 156, Note 10 mitgeteilter Passier-schein enthält den Namen des Koutrollbeamten: Muhibb el-barr Abd-el-Hai Hindi.

208. Passerhammer 321; Kohl 100; Seydlitz 252f.; Rauchwolff324; Ketzel 52; Lochner 217; Brunner 191; Villinger 33; Heinrich378 a. Jeder mufste sich selbst Steigebügel besorgen; man brachtegewöhnlich hölzerne mit, da die eisernen regelmäfsig gestohlen wur-den (B. von Eptingen 320, 351; Zuallart 260f.). Nach Kehlinger 411erhielt jeder Pilger von dem Eselstreiber, den er gewählt, als Zeichender Bestätigung des Abkommens einen Bing.

209. Dietrich von Schachten 191; Fabri I, 203, Pilgerbüchlein12; man zerschlug die Weinfäfschen, um sie austrinken zu können,wie ja auch die Mamluken A. von Pappenheims 427 sich daran be-tranken, oder aus Mutwillen. Helffrich 378a erzählt:Es war einefeine Kurzweil zu sehen; denn der Esel, die sie hinaufs brachten, warenviel mehr, denn unserer Personen, so darauf reiften sollten (1598 reich-ten sie lange nicht aus; Harrant 141 f.); es wolt auch ihrer keinermit seinem Esel umsonst hinaufs geritten sein, sondern ein jeder einenBeuter haben, der ihm den Weg verlohnet. Also geschach es, dafs,wenn etwa einer dahinten blieb, und der Mohr, so zu seinem Eselgehöret, nit bei ihm war, kamen andere Mucker (Mokkari oder Esels-treiber) und hüben den Pilger mit Gewalt von seinem Esel und setztenihn auf sein Maulthier. Nachdem solches der erste innen worden, wollter seinen Reuter wieder haben; denn es ist gebräuchlich, dafs einjeder den Esel reiten mufs, den er zum ersten bis Ramah geritten.Dieser Wechsel geschah nit allein mit einem, sondern fast mit allen,also dafs mancher auf den vierten oder fünften Esel gesetzt worden,ehe denn wir nach Rama kamen, denn sie ihrem Bedünken nach gareinen guten Lohn hatten. So mufs man den Schelmen unterwegs vielTrenkgeld geben, das sie auf Italienisch lernen fordern solchesfordern sie allezeit, wenn einer auf- und absitzen will; wer nun daszu geben weigert, den schlagen sie ihres Gefallens, denn niemandsich ihrer wehren darf." Auch Gabriel von Rattenberg 404 meldet,dafs jeder, der seinen Esel wegen Störrigkeit mit einem andern ver-tauschte, von diesem letzteren wieder heruntergerissen ward.

210. Fabri I, 212; Jodoc. von Meggen 91; vgl. Ritter, Asien

Köhricht , Pilgerreisen. 5