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51. Eine zusammenfassende Geschichte der deutschen Hospitäler,wofür noch kaum ein Anfang gemacht ist, wird einmal mancherleiBeweise der Mildthätigkeit an armen Jerusalempilgern zu Tage för-•dern; schon in frühster Zeit (Röhricht, Die Pilgerfahrten, S. 358—360)hat es nicht an Pilgerherbergen gefehlt, und ebenso haben Päpste,Kaiser, Könige und Bischöfe durch Verordnungen die Pilger vorVöllen (vgl. Mone, Zeitschr. für d. Gesch. d. Oberrheins 1858, 36)Belästigungen und Unbill zu schützen gesucht. Im Jahre 1401(26. Dezember) ward in Lübeck eine Brüderschaft gegründet zur Unter-stützung von reisenden Kaufleuten, Schiftern und Pilgern (LübeckerUrkundenbuch V, 731, Nr. 644), und im Jahre 1413 bestimmteTiedemann v. Rinteln, ein Schneider aus Lübeck, ein Legat, wovonman 30 Paar Schuhe für die Pilger anschaffen konnte (Jacob aMelle, De itineribus Lubeeensium religiosis 22). Über die seit 1325in Paris bestehende Confrerie du St. Sepulere, welche Jerusalempilgerunterstützen sollte, vgl. J. du Breul: Le theätre des antiquitez deParis, Paris 1612, 528—549; Bdnard, Le voyage de Hierusalem,Paris 1621, 690—697; Lebeuf, Hist. du diocese de Paris ed. CocherisII, 233 u. Anciens Statuts de'ordre militaire ... du St. Sepulere,Paris 1776.
53. Redwitz 8; Kohl 144—145; Albrecht 189a; Fürer 340; Reh-linger 410.
53. Pilgerkatalog 1565 c.
54. In einer Urkunde von 1271, die allerdings sich als Fälschungdes 15. Jahrhunderts erweist, aber die Verhältnisse für diese Zeitjedenfalls illustriert, heifst es, dafs die Leute von Seedorf und Lob-fingen dem Grafen von Thierstein Beiträge leisten mufsten „zugottesfarten — gen Jerusalem, Sant Jacob Compostel, gen Rom"(Zeerleder, Cod. diplom. Bernens. II, 50). Im Jahre 1434 erneuerteGraf Johann von Freyburg eine frühere Urkunde des Grafen Ulrichvon Neuenburg, wonach die Bürger zu Wallfahrten über das Meerzur Erlangung der Ritterwürde ihren Herren Beiträge zu leistenhätten (Matile, Monum. de Neuchätel I, 52—55; Preufsische Staats-zeitung 1830, No. 7; v. Ledebur, Archiv X, 87; L). Auch HerzogBogislaus X. von Pommern erhob vor Antritt seiner Fahrt einezweijährige Steuer (Kantzow, S. 224).
55. Pilgerkatalog 1436 a.
56. Herzog Bogislaus liefs in Nürnberg seine ganze Begleitungaufs glänzendste ausstaffieren (Kantzow 228).
57. Seine Reisebeschreibung gab Kohl 1868 heraus; vgl. S. 157.Dort findet sich auch ein interessantes Register der Ausgaben fürTrinkgelder an den Patron, den Guardian, an die Schiffsmannschaft{S. 142), für den Kauf von Gold- und Silberwaren, für Ringe, Heft-1 ein, Borten, Glas, Sammet, Pelzwerk, Hüte (S. 149), Affen, .Vögel,