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Deutsche Pilgerreisen nach dem Heiligen Lande
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indessen benutzten sie wenigstens, um die berühmten.Schwitzbäder zu besuchen [213].

Der Guardian oder sein Stellvertreter teilte hier italienischund lateinisch den Pilgern eine Reihe von Verhaltungs-mafsregeln mit, welche sie sich dann wieder durcheinzelne Mitpilger in ihre Landessprache verdolmetschenliefsen [214]. Demnach l) sind alle, welche ohne Erlaub-nis des Papstes ihre Pilgerfahrt angetreten haben, ex-kommuniziert, können aber im heiligen Lande Absolutionempfangen; 2) es ist den Pilgern streng verboten, ohne tür-kischen Führer umherzugehen; 3) sich für Unbilden zurächen, 4) über türkische Gräber hinwegzulaufen, 5) Stückevom heiligen Grabe abzuschlagen, 6) Mauern und Wändedurch Anschreiben von Namen oder Anmalen von Wappenzu beschmutzen, 7) ohne Ordnung in der Prozession zugehen. 8) Ebenso darf der Pilger nicht lachen oderFreude laut werden lassen, 9) nicht mit Türken reden,lachen oder scherzen, 10) kein Weib ansehen, ll) keinemWeibe auf seinen Wink folgen, 12) keinem Türken Weingeben. 13) Aufserdem soll jeder seinen Eseltreiber be-halten, 14) sich und andere nicht inbezug auf Abkunft undWürde verraten, 15) nicht weifse Tücher um den Kopfschlagen oder sich weifs kleiden [215], 16) keine Waffentragen [216], 17) keinem Türken trauen, 18) jede Trennungvon den übrigen Pilgern meiden, 19) nicht offen Weintrinken, 20) mit keinem Türken handeln, 21) sich niemalsmit ihnen zanken, 22) keine Moschee besuchen, 23) keinenTürken verspotten, 24) den Guardian nicht für eine Ver-zögerung verantwortlich machen, 25) dem Hospital aber einekleine Summe und zwar für den Baufond spenden, 26) ebensodem Konvent der Franziskaner vom Zionsberge.

Von neuem machten sich nun die Pilger auf den Weg,abermals von umherschwärmenden Banden auf alle Art be-lästigt [217], bis endlich Jerusalem ihren Blicken sichzeigte [218]; da lag sie die Gottesstadt, das heifs umkämpfte,das heifsersehnte Ziel christlicher Begeisterung; wer möchtealle die Empfindungen schildern, die bei diesem Anblick