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Der Guardian, welcher entweder schon auf dem Schiffeoder hier [202] Anweisungen über das Verhalten der Pilgerim heiligen Lande gegeben, oder dies in Ramleh zu thunversprochen hatte [203], war gegen alle diese Belästigungenund Scherereien völlig waffenlos; sie hörten aber seit demEnde des 16. Jahrhunderts, vielleicht seit 1580, von selbstaufj da die Zahl der Pilger nur noch sehr gering war, javon 1586 an hielt man es nicht mehr für nötig, nach Jaffazu kommen [204], zumal auch die Route von Venedig nachTripolis stärker in Aufnahme gekommen war. Seitdem er-folgte die Kontrolle der türkischen Behörden in Jerusalem.Der Pilger mufste hier sein Gepäck öffnen wegen des Zolls,die Waffen und Pferde zurücklassen, und konnte dann un-gehindert in die Stadt gehen [205]. Hingegen war es im15. Jahrhundert bis gegen Mitte des 16. umständlicher, vonJaffa endlich nach Jerusalem zu gelangen.
Endlich waren der Patron und die türkischen Behördenmit einander einig geworden, und nun begann eine scharfeKontrolle der einzelnen Pilger. Jeder mufste den Namenund Stand auch seiner Eltern genau angeben [206] und er-hielt dann einen Passierschein [207]; die Gesamtzahl wurdeebenfalls aufgeschrieben. War man damit zu Ende, sobegann die Plage mit den Eseltreibern [208], welche mitzudringlicher Gewalt sich um die Einzelnen rissen, unter-wegs ihre Tiere zum Abwerfen reizten, um neue Trink-gelder zu erpressen, manchmal auch kleinere Gepäckstückestahlen und mit Vorliebe die Weinflaschen zerschlugen [209].Unter solchen Plackereien, die trotz der Bedeckungsmann-schaft noch durch allerlei Bubenstücke und Gewalttätig-keiten des am Wege lungernden Gesindels vermehrt wur-den, erreichte endlich die Karawane Ramleh, wo die Pil-ger in einer (1420) vom Herzog Philipp von Burgund er-bauten Herberge, casa di Franchi genannt [210], Unter-kommen fanden und von den Gürtelchristen Lebensmittelkaufen konnten [211]. Hier mufsten sie aber von neuemwarten und zwar bis der Emir von Ramleh die gefordertenBakschische durch den Patron erhalten hatte [212]; die Zeit