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sehen, in Gemeinschaft mit den Kaiserlichen und Salzburgern, den Bayernund den Schwaben, die nicht in Herzog Sigmunds Bunde sind; denndie 30 000 Mann dieser drei Gruppen sollen sich gegen die östlichenFeinde wenden. Die übrigen 90000 Mann aber werden des Streitesgegen Burgund warten; zu ihnen werden noch die Nichtangeschlagenenam Rhein hinzutreten. Die Truppen Herzog Sigmunds mit den Eidge-nossen und die des rheinischen Anschlags sollen alsbald die festen Plätzeverwahren. Überall soll auf die kommende Hülfe von Kaiser undReich vertröstet werden.
Der Kaiser, bitten die Kurfürsten sodann, möge streng daraufhalten, dass in Ausführung dieser Pläne jedermann die Bürde gleichtrage, und dass nach der Donau ebensogut wie nach dem Rheine jeder-mann nach seinem Vermögen thue, dass also die oben im Reich Ge-sessenen nicht etwa des Türkenzuges enthoben werden. Mahnungen, diemit auf den Kaiser selbst gingen und, wie der Verlauf gezeigt hat, sehrberechtigt waren. Die Bayernherzöge zum Beispiel sind ruhig zu Hausesitzen geblieben; über Kaiser Friedrich aber hat der pfälzische Mathiasvon Kemnat nachher gespottet, der habe mit seiner Klage, dass HerzogKarl Deutschland an sich bringen wolle, erst das Reich aufgewiegeltund Fürsten und Städte in Bewegung gesetzt, und nachher habe erselbst seinen Sold mit 200 Pferden verdient 42 "). Auch auf Führung,Ausrüstung und Verpflegung der gewaltigen Truppenmassen erstreckensich die Ratschläge der beiden Kurfürsten. Unter dem Kaiser alsoberstem Kriegsherrn mögen vier Feldhauptleute stehen, ein Fürst vonOesterreich, ein Fürst von Bayern, ein Fürst von Sachsen und eingeistlicher Kurfürst. Für sich selbst also begehrt Albrecht von diesenStellen keine. In jedem Anschlag sollen je 15 Mann einen Wagen fürdie Wagenburg mit Büchsen und anderem Gerät haben. In den Vor-schlägen wegen der Verpflegung, deren Kosten zu bestreiten im allge-meinen ja jeder Stand für sich sorgen muss, ist eine gewisse gemein-same Ausgabe von 100 000 Gulden vorgesehen, die nach dem SprichwortSves die Kuh ist, der halte sie beim Schwanz' zur Hälfte von der StadtKöln, zur Hälfte aus einem näher bestimmten zweijährigen Gebrauch derZölle im Stift aufgebracht werden soll.
Am Schluss taucht, nur ganz leise, der Gedanke an die HülfeFrankreichs wieder auf. Der Kaiser möge Botschaft zu König Ludwigsenden. Wirklich hat in den folgenden Monaten der Plan eines Bünd-
420 ) Quellen zur bayer. Gesch. II S. 92.