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Die Entstehung des deutschen Reichskrieges gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund
Entstehung
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Zu diesem Tage, für den er Adolf als seinen Stellvertreter bevollmäch-tigt, soll der Kaiser auch den Landgrafen Heinrich von Hessen sowiedie Stände von Franken laden, damit dort neben der Kurfürstenbera-tung ein Anschlag für Franken, Hessen und die sächsischen Lande,ebenfalls auf 20 000 Mann, zu Stande komme. Auch Niederdeutsch-land von der Mark bis nach Westfalen, mit Einschluss der Reichsstädtean der See, soll auf 20 000 Mann angeschlagen werden. ErzbischofJohann von Magdeburg (ein Bruder Stephans und Ludwigs von Veldenz),Markgraf Johann von Brandenburg (Kurfürst Albrechts Sohn) undHerzog Heinrich von Mecklenburg sollen bevollmächtigt werden, mitden Fürsten und Städten jener Gegenden dies zu bewerkstelligen. Nochvor seinem Abschied von Augsburg soll der Kaiser Anordnungen treffen,dass die bayerischen Herzöge Ludwig, Albrecht und Otto, das ober-pfälzische Land und andere Stände in Bayern 10 000 Mann aufbringen.Weitere 10 000 Mann sollen von Baden und Württemberg, deren FürstenVollmacht erteilt wird, und von den anderen dortigen Ständen, die nichtim Bunde Herzog Sigmunds sind, aufgestellt werden. Die kaiserlichenErblande und das Gebiet von Salzburg sollen gleichfalls 10 000 Mannliefern. Endlich soll auch der König von Böhmen 10 000 Mann auf-bringen. Für die meisten dieser grossen Heeresabteilungen werden schongleich genaue Einzelanschläge beigefügt. Diese kommen in ihren Summenzum Teil noch über obige Zahlen hinaus, sodass die Gesamtsumme sichauf über 124 000 Mann stellt. Dabei sind noch eine Reihe west-deutscher Stände ausser Rechnung gelassen, deren Hülfe man vorläufignicht verlangt, da sie dem Herzog von Burgund zu nahe gelegen, auchzum Teil verwandt seien: die Herzöge von Jülich-Berg und Kleve-Mark,die Reichsstädte Metz und Aachen u. s. w. Wenn das grosse Unter-nehmen Fortgang gewinnt, dann werden auch sie aufsehen müssen. Manglaubt es dann bis auf 130 000 Mann bringen zu können. Ausserdemseien noch unangeschlagen die Friesen und Ditmarschen und die Königevon Dänemark, Schottland und Polen. Auf ihrer aller Mitwirkungmacht man sich nach wie vor Hoffnung. Und zwar sollen Friesen,Dänen und Schotten zur See ihr Augenmerk haben auf den Herzogvon Burgund und den mit ihm verbündeten König von England.Christian von Dänemark, dessen freundschaftliche Gesinnung wiederumdurchaus keinem Zweifel unterworfen wird, soll auch für die Lande, dieer als Lehen des römischen Reiches besitzt, ausdrücklich von der Hülfezu Lande befreit sein, um zu Wasser desto stattlicher auftreten zukönnen. Der König von Polen aber soll auf die Türken und Ungarn