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Die Entstehung des deutschen Reichskrieges gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund
Entstehung
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Regensburg auf die Zustände im Stift Köln keinen Einfluss ausübte.Der Maastrichter Tag vom 20. Mai aber hatte keinen anderen Erfolg,als eben den von der burgundischen Partei gewollten: ihr Zeit zu wei-teren Rüstungen zu verschaffen. Wer etwa Friedenshoffnungen auf ihngesetzt hatte, musste erfahren, dass sie trügerisch gewesen waren. Mansah nichts anderes vor sich, als den Krieg. Ruprecht und seine Leutetraten immer gewaltthätiger auf. Das Land erfüllte sich von neuemmit Mord, Brand und Plünderung. In Köln brachen die Warnungennicht ab. Man hörte, Herzog Karl sei sehr aufgebracht gegen dieStadt wegen ihrer Parteinahme für die Gegner seines Schutzbefohlenen.Der Sekretär Ruyter hatte das geäussert und geraten, sich durch einGeschenk von 100 000 Goldlöwen wieder in Gunst zu setzen. SeinHerr gehe bestimmt nicht nach dem Sundgau. Schon in wenigen Tagenwerde er gegen das Stift anrücken und ihm seinen Willen auferlegen.Nach Köln werde er nicht mit Gewalt kommen; er wisse ein anderesMittel, die Stadt zu zwingen 288 ). Dann hiess es, der Ritter von Ram-stein habe in Nimwegen öffentlich gesagt, er wolle binnen Jahresfristein Hauptmann zu Köln sein so gewaltig, wie heute zu Nimwegen, oderer wolle seine Hauptmannschaft auch in Geldern verlieren. Über dieReden, die er seinerzeit in Köln geführt habe 289 ), brauche mau ihmnicht zu zürnen: ehe ein Jahr vergehe, werde er hinkommen auf denAltermarkt und mit der Stadt noch ganz andere Worte sprechen, als siebisher gehört habe 290 ). Welcher Gewaltsamkeiten man sich von Karlversehen konnte, das zeigte neuerdings wieder sein Verfahren gegen denGrafen Heinrich von Württemberg, den er, um die Öffnung von Mömpel-gard zu erzwingen, im April bei Diedenhofen unversehens hatte über-fallen lassen und seitdem in harter Gefangenschaft hielt 291 ). Und wiewenig nützten in den Grenzlanden des Reichs solche Einsprüche, wiesie Kaiser Friedrich damals für das Reichslehen Mömpelgard an HerzogKarl und das Parlament der burgundischen Freigrafschaft richtete 292 ).Mit den Stiftsstädten fanden wiederholt Beratungen in Köln statt 293 ).

258 ) Stadtarcb., Memorialb. Bl. 32v (Mai 26), die Stelle gedr. (fehler-haft) Annalen 49 S. 162.

259 ) Siehe oben S. 53 f.

29 °) Memorialb. Bl. 33 (Juni 1).

291 ) Siehe Witte a. a. 0. S. 24 ff.; vgl. Priebatsch I S. 663.

292 ) Siehe v. Rodt, Feldzüge Karl des Kühnen I S. 233.

293 j Vgl. Memorialb. Bl. 31v (Mai 18). Juni 6 gab Köln Freunden dervier Städte Geleit, siehe Annalen 49 S. 156.

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