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Die Entstehung des deutschen Reichskrieges gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund
Entstehung
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Feldhauptmann Eberhard von Aremberg, der sein Standquartier in demfesten, bereits damals mit Picarden Herzog Karls besetzten Linzhatte 200 ), in dieser Zeit noch schnell einen Vorteil über die Gegner:als diese von ihrem Hauptwaffenplatz Bonn aus das erzbischöflicheKönigswinter überfielen, wo sie plünderten und brannten, wurden sievon Eberhard an demselben Tage wieder hinausgejagt 201 ).

Die allgemeine Lage blieb doch gefahrdrohend genug. Man erzähltewohl einmal, der Herzog sei selbst von Luxemburg nach dem Sundgauaufgebrochen; er habe dort so viel zu thun, dass er die unteren Landein diesem Sommer gewiss werde in Ruhe lassen müssen 202 ). Abersolche Gerüchte vergingen alsbald wieder; die Warnungen vor grosserKriegsgefahr und gewaltsamem Überfall der Lande um Köln wieder-holten sich immer von neuem, immer dringender. Alles fühlte sich insteter Sorge um Leib und Gut 503 ). Deshalb wurde überall, nament-lich in den Städten, mit allen Kräften weitergerüstet 204 ). Nirgends eifrigerals in Köln. Die mächtige Freistadt stach dem Burgunder ganz beson-ders in die Augen, das zeigten die Äusserungen seiner Anhänger fort-während. Man hörte wieder von Beschwerden des Präsidenten von Luxem-burg über die Stadt 205 ). Mit Recht legte Köln in dieser schwierigenZeit besonderen Wert auf die Pflege und Festigung seiner auswärtigenBeziehungen. So zu Erzbischof Johann von Trier, der sich ebenfallsHerzog Karls Missfallen zugezogen hatte und als Grenznachbar Luxem-burgs in seinem Gebiet allerlei Feindseligkeiten erfuhr, trotz frühererVerträge 2GC ). Merkwürdig war das Verhältnis Kölns zu den Herzögenvon Jülich-Berg und Kleve-Mark.

upbrechen'; Mai 18 erzählte man daselbst (Memorialb. des Protonot. 1470 ff.Hl. 31v): 'cum schandalo recesserunt, quia assistencia addicta non fuit secuta'.Nach Koelhoff S. 8:50 lagen sie 3 Wochen vor der Stadt.

260 ) Dass er es gewesen, der Ahrweiler vergeblich belagert, sagt einchronologisch ziemlich verwirrter Koblenzer Bericht, siehe Annalen 49S. 139 unten.

2C1 ) Koelhoff S. 830 (Zeitangabe: während der Belagerung von Ahr-weiler) ; wohl das Treffen (mangelunge) der 'Bonnschen' und 'Kölschen' zuKönigswinter am 12. Mai, von dem Klocken in Köln schon am Abend ge-rüchtweise wusste (Brief an Bücking).

262 ) Köln. Stadtarch., Memorialb. Bl. 27v (Apr. 27).

263 ) Vgl. Mitteilungen 25 S. 353 f. (Mai 2, Mai 11).

264 ) Vgl. Klocken an Bücking Mai 12.

265 ) Memorialb. Bl. 27v (Apr. 27).

266 ) Siehe Brower u. Masen, Antiquitates Trevirenses II S. 363.