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Die Entstehung des deutschen Reichskrieges gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund
Entstehung
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Balduin von Lannoy seien angewiesen, ihm bis dahin soviel wie möglichbeizustehen 252 ).

In Stift und Stadt Köln atmete man etwas auf. Schon hiess es,dass am 28. April die Geldrischeu sich bei Venlo sammeln sollten, umin das Stift einzufallen, da kam der beruhigende Brief des Herzogs au dasKapitel. Der Präsident von Luxemburg wiederholte diesem und seineuVerwandten mündlich den Antrag, mit den Freunden des Herzogs am20. Mai in Maastricht zusammenzukommen. Die Domherren wandteusich um Rat an Hieronymus Santucci. Der verlangte zuerst näheresüber ihre Auffassung und Absicht zu hören, worauf sie eine Erklärung)n abgaben, die wieder darauf hinauslief, sie wollten bei Papst und Kaiserbleiben. Damit gab sich denn der Legat zufrieden und sandte nun selbstseinen Auditor zu Ruprecht, von dem darauf der Bescheid einlief, demErzbischof sei es recht, wenn die Streitfrage noch einmal in Schieds-oder Rechtsverfahren zu Gehör komme. Er wolle, wenn die Gegen-partei den Tag zu Maastricht annehme, die Feindseligkeiten einstellen,insbesondere die Belagerung von Ahrweiler aufheben 253 ).

Ahrweiler war, wie es scheint, im vorigen Jahre wieder schwankendgeworden 251 ). Es wird ausdrücklich erwähnt, dass die Stadt an Land-graf Heinrichs Zug gegen Linz im November 1473 sich uicht beteiligthabe 255 ). Unter den im Bündnis Ruprechts und Karls als feindlichaufgezählten Städten wird sie nicht genannt 256 ). Es war von Bedeutung,dass sie dann doch beim Kapitel verblieben ist. Im April 1474 Hessdeshalb der Erzbischof' sie angreifen. Aber es ging ähnlich wie mitLinz. Die Stadt wehrte sich auf das beste, in Hoffnung auf baldigenEntsatz 25 '); die Belagerer erlitten grossen Schaden 258 ) und um MitteMai, als der Maastrichter Tag herannahte, mussteu sie uuverrichteterDinge aufbrechen 259 ). An anderer Stelle dagegen errang Ruprechts

252 ) Karl an Ruprecht, gedr. Lacomblet IV S. 472 Nr. 377 und Comptereiidu III 12 S. 151.

253 ) Reutmeister Sudermann au den Erzbischof von Trier Apr. 26,Bürgermeister Klocken an den Laudesreutmeister von Kleve Mai 12; Köln.Stadtarch., Briefb. 30 Bl. 117v uud Bl. 118. — Eine schriftliche ErklärungRuprechts war in Aussicht gestellt, aber bis Mai 12 noch nicht eingetroffen.

254 ) Vgl. oben S. 34 Anm. 150 (1473 Nov. 9).

255 ) Deutsche Städtechroniken 14 S. 926 (Kölner Aufzeichnungen).

256 ) Siehe oben S. 49.

257 ) Sudermann an Erzbischof Johann Apr. 26.268 ) Klocken an Rentmeister Bücking Mai 12.

259 j Mai 12 vermutete man in Köln (Klocken) 'dat sy yrstages werden