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sitzes, Unterwerfung unter den Erzbischof und Gehorsam gegen denStiftsvogt Karl von Burgund, dessen Wappen er überall anschlug. InKöln reichte er am 11. März 1474 einer Katsabordnung das herzog-liche Mandat ein und verlangte Beistand gegen die Feinde des Erz-bischofs und Herausgabe seines Kölner Hofes, auch dass der Rat ihmLeute gebe zur Beihülfe beim Anheften des herzoglichen Wappens anden erzbischöflichen Besitzungen innerhalb der Stadt 221 ). Per HeroldHess wissen, wie der Erzbischof seinen Vertrag mit dem Herzog be-siegelt habe; auch über die Stadt solle dieser Erbvogt sein und dieAnsprüche, die der Erzbischof dort habe, geltend machen 222 ). DerRat, höchlich überrascht und erschrocken, lehnte die ihm gestelltenZumutungen unter vielen entschuldigenden Worten ab, von dem erreg-ten Volk aber wurden die Wappen, die der Herold dann in der Thatan verschiedenen Stellen 223 ) in der Reichsstadt anschlug, nachts mitSchmutz beworfen. Drohungen, die der Herold darauf gesprächsweise— in seiner Herberge und in den Badestuben — äusserte 224 ), steigertendie Entrüstung der Gemeinde, die Sorge des Rates 22r '). Der Rat ent-sandte zwei seiner Beamten, Dr. Wolter von Bilsen und Heinrieb Ys-bolt von Xanten, zum kaiserlichen Hofe, die entstandene Veränderungund Beschwerung in der Sache des Stiftes vorzubringen; der Kaiserselbst, der Kurfürst von Mainz, die Grafen Sulz und Werdenberg undder Domküster Pfalzgraf Stephan wurden um Beistand ersucht und um ihreMeinung gebeten m ). Doch zugleich machte man noch einen Versuch beimErzbischof, mit dem öffentlich zu brechen man so sehr sich scheute.Der Rat versicherte, der Zwist zwischen Ruprecht und seinen Gegnern seiihm, weiss Gott, immer leid gewesen und sei es noch. Dass doch, wieman gehofft, Kaiser und Legat die Sache gütlich beigelegt hätten! Manwerde gern mit Hülfe des noch anwesenden Legaten unterhandeln. DerErzbischof möge seine ebenfalls in Köln anwesenden Freunde zu einerBesprechung an den Rat weisen 227 ). Ruprechts Antwort, vom 19. März,
221 ) Stadtareh., gleichz. Aufzeichnung Burgund. Briefb. Bl. 35 bei 1473Dez. 11; vgl. kürzere Aufzeichnug bei der Übersetzung von 1473 Dez. 11,gedr. Annalen 49 S. 8.
222 ) Annalen 49 S. 170: Kölner Erlass von 1474 Dez. 11 ; S. 178: Er-klärung Kölns an Jidich-Berg, siehe unten S. 54 Anm. 231.
223 ) Siehe Koelhoff S. 830.
224 ) Näheres Annalen 49 S. 178 f.
225 j Vgl. Stadtareh., Schickungsverz. 1468 ff. Bl. 69v, 1474 März 18.
226 ) [1474 März], Mitteilungen 25 S. 351 f.
227 ) [1474 März], Stadtareh., Briefb. 30 Bl. 106.