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Die Entstehung des deutschen Reichskrieges gegen Herzog Karl den Kühnen von Burgund
Entstehung
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mit Anhängern Ruprechts stark besetzt, begann sich tapfer, und mitErfolg zu wehren ltie ).

Für Annahme und Aussichten der burgundischen Vermittlung imStift nach dem Antrag vom 14. Oktober kam es nun vor allem daraufan, wie Kaiser Friedrich sich dazu stellen würde. Den Plan, diekölnische Angelegenheit vor sich nach Trier zu ziehen, hatte er aufge-geben. Eine Zeit lang verlautete dann — Pfalzgraf Stephan, der inTrier weilte, schrieb es den Kölnern noch am 18. Oktober lß7 ) — derKaiser wolle selbst nach Köln hinab, was er doch wohl nicht ausführenkonnte, ohne auf den Stiftsstreit einzugehen. Aber schliesslich machtees immer mehr den Eindruck, als werde Friedrich, falls ihn das inseinen auf die Grösse des Hauses Habsburg gerichteten Bestrebungenfördere, im Stift Köln dem Herzog von Burgund — wenigstens vor-läufig — freie Hand lassen. So schrieb er am 8. November, zweiTage nachdem er Karl mit Geldern und Zütphon belehnt hatte, auAlbrecht von Brandenburg, er wolle von Trier aus nur noch zur Wall-fahrt nach Aachen, dann alsbald nach Augsburg reisen; die kölnischenWirren erwähnte er nicht 168 ). Ganz anders jedoch gestaltete sich dieSache wieder, als die weitere Fortführung der Trierer Verhandlungenam Ende so unglimpflich auslief. Vergegenwärtigen wir uns, unterwelchen Umständen der Abbruch erfolgte. Am 24. November berietder Kaiser mit deutschen Fürsten und Botschaftern über Vertagung,dazukommende burgundische Räte aber drangen auf einen Abschluss.Da gab ihnen, es war um Mitternacht, der Kaiser plötzlich den Be-scheid, er wolle in der Frühe fort und bitte den Herzog, ihn nichtlänger aufzuhalten; wegen wichtiger Angelegenheiten seiner Person unddes Reiches wolle er länger nicht bleiben. Er fuhr dann so eilendsvon dannen, dass er den dringenden Wunsch des Herzogs, wenigstenspersönlichen Abschied zu nehmen, vereitelte 169 ). Der Herzog warschwer gekränkt. Man erinnerte ihn, dass ähnliches auch seinem VaterPhilipp zu Regensburg vom Kaiser begegnet sei. Noch an demselbenTage brach auch Karl auf, nachdem er mit den Erzbischöfen von Mainzund Trier ein ernstes Gespräch gehabt hatte, von dessen Inhalt die

16G ) Deutsche Städtechroniken 14 S. 825 (Koelhoff) und S. 926 (KölnerAufzeichnungen).

167 ) Siehe Kölner Mitteilungen 25 S. 347.

1CS ) Fontes rerum Austriacarum 46 S. 230, vgl. S. 227 unten.

1G9 ) Bericht des brandenburgischen Gesandten Ludwig von Eyb Nov. 28Koblenz, g>idr. Fontes rer. Aust. 46 S. 236, vgl. Priebatsch I S. 600.