20nen stangen werden mit ölfarbe stark überstrichen,und der in di erde versenkte teil des ableiters ist vonbleie." Gesezt nun, das gebäüd, worauf wol18 §eingerichtete wetterleiter stehen, sei wider den blizhinlänglich gesichert; kommen aber di benachbartenhäuser dadurch nicht in gefar„? Nicht in dimindeste. Erstlich verschwindet aus dem oben (13. 14 S)gesagten der wahn, als zögen di wetterstangen di ge-witterwolken herbei. Zum andern ist es wider dinatur der dinge, das, wenn ich einer eingeschlossenenaufgeschwollenen flißigkeit irgendwo luft mache, si des-wegen auf einer andern seite desto eher ausbrechensolle. Man stelle sich einen grosen teich voll wasservor, das durch langwirige regen ser gestigen ist, undden rings herum aufgeworfenen damm mit grose ge-walt drüket. Von dem damme bis an eine nahe un-ergründliche tife füre ich einen graben, und stose dendamm daselst durch. Das wasser stürzet sich rasch undgewaltsam heraus, und verfolget den angewisenen wegungestört. Wird dises verfaren wol anlaß geben, dasdas wasser den damm anderswo durchbreche, und sichüber di umligenden fluren ergise? Habe ich dise ge-far, durch verminderung der menge und des drukesdes wassers, nicht vil eher vermindert? Und gesezt,es zerreise wärend dem, das es durch di gemachteöffnung heraus fliset, den damm doch noch an einemorte, den es vorhin durch seinen anhaltenden starkendruk schon unendlich geschwächt hatte; wem wird woleinfallen zu sagen, meine öffnung und mein kanal sei-en schuld daran? Di wetterwolke ist der teich, jrfeuer das wasser; bi si umgebende luft, als ein nicht-leiter (2 §), der damm; di spize der wetterstange,welche
Druckschrift
Kurzer begriff und nuzen der Wetterleiter bei gelegenheit derjenigen, di auf dem schlosse, und den übrigen kurfürstlichen gebäüden zu Düsseldorf errichtet worden sind
Entstehung
Seite
20
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten