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Kurzer begriff und nuzen der Wetterleiter bei gelegenheit derjenigen, di auf dem schlosse, und den übrigen kurfürstlichen gebäüden zu Düsseldorf errichtet worden sind
Entstehung
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3 §. Und in der tat hat di erfarung von jeher geleret, das, wenn der natürliche bliz sich aufgebäude geworfen hat, er das metall, so wol aufdem dache als in den zimmern, immer begirig auf-gesucht und verfolget habe. Alle gedenkschriften derakademien der wissenschaften, alle werke der natur-forscher, di über den bliz geschriben haben, alsFranklin, Mako, Reimarus, meine abhandlungenu. s. f., sind voll überzeügender beispile. Und hatnicht der neüliche wetterschlag, vom 22 des verflosseenen augustmonates, in der hisigen vorstatt eben dasb wisen? Der stral nam seine richtung da selbst durchden kamin nach der ofenpfeife, von dem ofen auf dasfensterblei im untern zimmer, welches er anschmelzte,und von disem auf eine der eisernen stangen, welchedas gitter dises fensters ausmachen, wo er ein lochin den stein schlug, in welchen di stange eingelassenwar.4 §. Eben dise langjärige erfarung hat immergezeiget, das, wenn das metall nicht zu dünn war,der bliz dem selben, so weit es reichete, ganz ruhignachgelaufen sei, und nur da schaden getan habe, wodas selbe ein end hatte, und der stral auf ein anderesmetall über sprang. Und wi kann das anders sein?Zwischen solchen getrenten metallteilen ligen nichtleit-er, das ist, solche körper, di den bliz nicht gerndurchlassen (2 §), als holz, steine u. dgl. Disermus sich allso bei besagtem sprunge mit gewalt einenweg durch di selben bauen, welches denn one reisen,schmettern und dergleichen, nicht geschehen kann.Daher hat der bliz neülich in der vorstatt einen balk-en zersplittert, eine irdene schüssel unter dem ofen zer-schlagen, den boden des zimmers durchlöchert, disteine am fenster zermalmet und aufgerissen,.