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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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215nende Stimme seines Freundes zu lang un-empfindsam. Durch einen falschen Begriffvon Ehre geleitet dachte er wunder, was ergethan hätte, wenn er wider Fridrichen,und wider eine so zahlreiche Reichsarmee standhielte, das noch lange kein Fürst vor Ihmgethan hätte. Es wäre ihm ein leichtes ge-wesen, von Fridrichen, der ohnehin den Kriegaus der Seele verabscheute, einen Friedenzu erhalten, worin seine Ehre sowohl, alsInteresse wenig Abbruch gehabt hätten; zu-mal da Fridrich ohnehin so wichtige Absich-ten auf die Verbindung seines Hauses mitdem Hause Burgund hatte. Aber nein, Karlwollte den Helden machen und hatte sichden Eroberungsgeist in solchen Umständen, diedoch demselben nichtsweniger, als günstig wa-ren, zu sehr in den Kopf gesezt; aber erbrauchte zu wenig Mäßigung dabey. Schondie Lage seiner Länder, die einerseits von demMeer, anderseits von kriegerischen und mäch-tigen Völkeren, als von Teutschen, Franzo-sen und Schweizern umgeben waren, hät-ten ihn davon abhalten sollen. Doch waswill man davon sagen? Es war einmal inseinem Schicksale, an dem nur auf Ränckestudirenden Ludwig, den zudem das Glückziemlich begünstigte, einen eben so unversöhn-lichen, als gefährlichen Feind zu haben, derauf nichts so sehr seine Augen gerichtet hat-te,