180S⛪aller Speiß und Trank zu enthalten undrückten voll Vertrauen auf die Vorspracheunseres H. Blutzeugen und voll Feuer undEntschloßenheit unter dem Donner der Ka-nonen mit dem Säbel in der Faust auf dieFeinde, zumal auf die Lombarder am Rhein-thor los. Das Bild der Freyheit war ihrerStirne aufgedrückt und ihre Seele kanntekeine andere Grenzen, als Tod oder Leben.So stießen sie auf die Feinde. Schlag folg-te auf Schlag und ein Schuß auf den an-dern; so wie der Donner aus entfernten Ge-birgen dahin rollt und alles in Furcht undSchrecken setzt. Jeder Lombard, so wildund unerschrocken er sonst war, erstarrete.Keiner zuckte sein Schwerdt, sondern allessloh. So sehr hatte sie der kühne Streichder Belagerten, die sie in der äussersten Ver-legenheit glaubten, in Schrecken gesetzt. Nichtlange nach diesem Schauder vollen Auftritteäusserte sich ein anderer Umstand, der wohlder schlimmste in seiner Art ware und derfür die gute Stadt von den bösesten Folgenhätte seyn können. Anstatt auf ernstliche An-stalten zur Abwendung der sich immer ver-größerenden Gefahr zu denken, ward viel-mehr ein Theil der Besatzung schwierig. DerDruck der anhaltenden Beschwerden undvielleicht ein geheimer Feind der bürgerlichenFreyheit hatte einige Söldner in der Stadtauf-
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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