S57ger auf. Schon Tages darauf schickte ereinen Herolden bis an die Stadtthoren, derin seinem Namen auf einen freyen Einzugin die Stadt dringen mußte. Der Heroldward aber mit eben der Antwort, wie vor-hin der Herr von Arburg und noch mitdiesem Zusatz zurückgeschickt, daß sie sich inden Schutz des Pabstes und des Kaysersbegeben und den einmütigen Entschluß ge-faßt häten, sich lieber auf den letzten Bluts-tropfen zu wehren, als sich einem fremdenHerrn zu unterwerfen. Kaum hatte der He-rold Zeit, sich ohne von dem auflaufendenVolke äusserst beschimpft zu werden, davonzu machen. Karl ward dadurch so aufge-bracht, daß er den Augenblick 6000 Mannabfertigte, die Stadt näher einzuschließen.Diese Leute waren mehrentheils vom Kopfbis an die Füße geharnischte Reiter undSpießträger aus der Lombardey und rück-ten in 3. Kolonnen bis an die zunechst derStadt gelegene Gärten vorwerts. Alleinein Korps freywilliger aus der Beſatzunghatte sich daselbst vortheilhaft versteckt, undempfieng diese ungebetenen Gäste, so fürch-terlich sie auch ausfahen, mit aller Entschloßen-heit. Das Gefecht ward lebhaft und an-haltend. Die Neußer durch den erstenglücklichen Erfolg angefrischt, schlugen auchdiesmal herzhaft drein. Einige wenige Stun-den
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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157
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