156SDeutschen', wozu die Lüttiger GeldrerMechlener und Brüsseler gerechnet wurden;und die vierte aus Italienischen Völkern,die aus der Lombardey gezogen waren.Diese letzte Kolonne war eine Bande, diesich unter ihren berüchtigten Anführeren, zu-mal dem Grafen von Campo Basso ihrerStreif und Raubereyen wegen berühmt ge-macht hatte. Aus dieser Absicht hatten sichnoch mehrere in Karls Sold begeben. Mitdiesem Heere, das überall Furcht und Schre-cken verbreitete und davon sich Karl Wun-der versprach, rückte er mit Riesen Schrit-ten auf Neuß zu. Karl glaubte schon sei-nen Zweck zum Theil erreicht zu haben, daihm fast keine Stadt einen thätigen Wi-derstand thun zu können schiene, als dieStadt Neuß, die er auch gar bald bezwun-gen haben wollte. Nach dessen Unterjochungwürden sich die übrigen Städte sodenn vonselbsten geben. In der That glaubte damalsfast alle Welt wunder, was Karl der wirk-lich ein eben so geprüfter als muthiger Sol-dat ware, mit einem so zahlreichen und sowohl ausgerüsteten Heere für große Dingeausrichten würde. Allein der Erfolg lehrtegerade das Gegentheil. Den 29ten Juliuserschien er des abends auf dem so genann-ten Sandberge bey dem Dorfe Holzheimund schlug im Angesichte der Stadt sein La-ger
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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156
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