S154SMeile von der Stadt und war vor allemdarauf bedacht, die Stadt von allen Sei-ten auf das engste einzusperren. Die Neußerliessen sich aber durch dessen Bewegungen sowenig abschrecken, daß sie vielmehr einen schö-nen Theil der Völker, der 300. Mann undden Kern der Besatzung ausmachte, bey derNacht in einen Hinterhalt brachten. Kaumließ die Morgenrothe ihr schimmerendes Lichtüber die Erdfläche schießen, so brach dieserHaufe voller Feuer in die Völker des Ruis-senbach mit solchem Muthe ein, daß sieden Augenblick auseinander gesprengt wur-den. Der größte Theil davon ward auder Stelle niedergesäbelt; die übrigen gefan-gen genommen und mit den Vasallen, Reit-lern und Bauren, welche er aus den Aem-tern Linn und Kempen an sich gezogen hatte,unter einem freudigen Gubelgeschrey in dieStadt geschaft. Unter diesen Gefangenenwar der General von Horst der vornehmste.Der Obriste von Ruissenbach ward mit ei-nem andern Anführer so zugerichtet, daß siebald darauf an ihren Wunden verstarben.——Zehn-
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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154
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