123#Otto zu Neuß den Eid der Treue und desGehorsams gegen den Römischen Stuhl ab-legte. Otto war so herablassend, daß ergedachtem Kardinal bis Achen mit einemauffallenden Gefolge entgegen gienge, derdenn auch keinen Anstand fand, den Otto inder hohen Domkirchen zu Kölln als denrechtmäßig Erwehlten zu erklären und gegenden Philip, einen neuen Fluch und Kir-chenbann zu verkündigen. Philip ward durchdiesen ihn so erniedrigenden Schritt desPabstes so aufgebracht, daß er dem Erzbi-schofen Adolph den Untergang schwure undmit seinem Heere das Erzstift gleich einemreißenden Strome überzog und alles in Feuerund Flammen setzte. Endlich war Philipso glücklich, Adolphen durch besondere Mit-tel so weit zu besänftigen, daß ihn derselbeim Jahr 1205. den 6ten Jenner zu Achenfeyrlichst huldigte, so sehr auch immer die2. Päbstlichen Legaten Seiffrid von Maynzund Johan Bischof von Cambray widerden Erzbischofen Adolph mit Beschwerdenja selbst mit der Bedrohung des Banneseinkamen. Dieser Wechsel in einem sowichtigen Systeme mußte allerdings zu RomAufsehen machen. Otto selbst ließ sich dieunvermutete Abneigung des ErzbischofenAdolph so sehr zu Herzen gehen, daß erdaruͤber erkränkte. Denn er machte nun,da
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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