115Smessenste Befehle ausfertigte. Beede Gene-räle zogen daher die in hiesigen Landen nocham Oberrhein zurückgebliebenen RömischenLegionen auf das schleunigste, zusammen undfielen auf die Francken mit solcher Herzhaf-tigkeit los, daß sie gleich anfangs nicht nureinen guten Theil aus der Stadt Köllnmit Hinterlassung aller in dieser Landschaftgemachten Beute und Gefangenen nach derandern Seite verdrungen, sondern auch ei-nen andern Haufen in dem großen KöhlerWalde bey Hennegau (Zeinaur) beynahvöllig zu Grunde richteten. In diesem Rück-zuge muß es gewesen seyn, als Neuß unddie dasige Gegend dem Ueberfalle derer Fran-ken am heftigsten ausgesetzt waren. Dennda die Wenigen, die in gedachtem Treffenim Köhler Walde mit dem Leben davon ge-kommen waren, ihre Flucht über den Rheinin dasigem Landstriche nahmen, so setzten siealles in Feuer und Flammen. Nun behaup-tet zwar der bekannte von Strevesdorf, derein Neusser von Herkunft ist, in seiner Be-schreibung des köllnischen Erzstiftes mit nocheinigen andern, daß vorgedachter RömischerFeldherr Quintin mit seinem ganzen Heerebey Neuß von den Francken vollends ge-schlagen worden wäre, allein denen steht dieMeinung des bewehrten lateinischen Geschich-schreibers Sulpicius Alexander, der im 4tenJahr-H 2
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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115
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