114des Rheins wohnenden Franken einen Auf-stand fielen über die wenigen im GaulischenReiche zuruck gelassene Legionen mit wildemUngestüme her und richteten in den diessei-tigen Gegenden eine allgemeine Verwüstungan. Wie nun die Fränckischen Völker, wel-che verschiedene Namen hatten, einen weit-läuftigen Strich Landes inne hatten, so istes natürlich, daß die diesseitigen Städte demUeberfalle derer Francken ausgesetzet waren,die ihnen in gerader Linie gegenüber wohn-ten. So entpfanden Bonn und Kölln dieWuth der Bructerer; Neuß aber wurdevon denen Chamavern angefallen. Die An-führer, die an der Spitze dieser aufsätzigenHaufen waren, hießen Genobald, Sunnound Markomir und führten theils den kö-niglichen, theils den herzoͤglichen oder fürst-lichen Titel. Diese Wüteriche hauseten un-geachtet der feyrlichsten Vertrage, die sie mitdem Kayser Julian gemacht hatten, auf dasgrausamste. Maximus, der seinen beedenHeerführern Nannius und Quinrinus nichtnur die Beschützung des Gaulischen Reiches,sondern auch die Obsorge über seinen SohnVictor anempfohlen hatte, war nicht sobaldvon diesem schnellen Aufstande benachrichti-get worden, als er auch schon gedachten Ge-nerälen zur Wiedereinnehmung seiner von denFrancken überrumpelten Provinzen die ge-meſſenſte
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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114
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