106ter geschickt. Civilis erschrack nicht darüber;vielmehr rückte er dem neuen Heersührer bisau die Ufer der Mosel mit aller Entschloßen-heit entgegen, eben so bereit, es mit diesemneuen Römer aufzunehmen wie ers bereitsmit dessen Vorgängern aufgenommen hatte.Unvermutet grif er die Völker des Ce-realis in ihren eigenen Verschanzungen an,und es fehlte wenig, daß er auch nicht diesefrischen Völker mit einem Male übern Haufengeworfen hätte. Nur hatte Cerealis die Ret-tung seines Heeres der 21ten Legion zu ver-danken. Diese bedeckte die zerstreuten Hau-fen, und führte sie gleichsam von neuem insTreffen. Zum Glück kam auch Cerealisselbst noch zur rechten Zeit dazu. Die Rö-mer rückten von neuem an, und Civilis wardgeschlagen — die überwundenen Deutschenflohen in der größten Unordnung bis nachZülzig zu; er selbst hatte indeßen seine Ge-mahlinn, und seine Schwester in der StadtKölln als Bürge des mit denen Ubiern ge-machten Bündnißes zurück gelaßen.Diesen Umstand wußten die Ubier rechtgut zu nutzen. Denn nach dem Verlust,welchen Civilis gehabt hatte, war der Rö-mische Feldherr kaum im Angesichte derStadt
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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106
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