105*Dieaber in das alte Lager zurüchgetrieben.Deutschen setzten den Flüchtigen nach undhauseten damit auf eben die Art.Auch die Römer in dem Lager bey Neuß,denen ebenfalls der freye Abzug nach demTrierischen zugestanden war, hatten kein besse-res Schicksal, wie die uͤbrigen.Dieser Zug war einer der schimpflich-sten für die der Siege sonst so gewohntenBoͤmer. In dem Lager sah man die Bild-niße der Kaiser umgestürzt, die RömischenKriegeszeichen waren niedergerißen, und dieFahnen wurden ohne allen Zierath nachge-schleppt, die auf ihren Sieg stolzen Deut-schen zogen im Gegentheil in aller Prachteinher. Nun war Niemand mehr, der demCivilis Widerstand that; Er spielte daheram ganzen Niederrhein den Meister, zwangdie ganze Völkerschaft der Ubier seine Par-they zu ergreifen, und richtete verschiedeneStädte, und unter andern Neuß, das esvorzüglich mit den Römern hielte, zu Grunde.Rom geriet darüber in die äusserste Be-stürzung und es fehlte wenig, daß man nichtdie Bücher der Sybillen eröfnet hätte. Oh-ne Verzug ward demnach der Feldherr Pe-tilius Cerealis mit frischen Völkern herun-ter
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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105
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