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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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92Ehaben, vermuthlich weil einige Sümpfe da-von, woraus es eigentlich entspringt, ver-säycht oder geflißentlich angefüllt worden sind.Man wird aber schwerlich etwas gegründe-tes davon anzugeben wißen. Von älternZeiten an gerechnet scheint dieses Flüßgen ei-gentlich das einzige Wasser gewesen zu seyn,das die Stadt am ersten und wohl am nech-sten bewässert hat. Wenigstens war es ehervorhanden, als die Erft. Denn in der vomKurfürsten Theodorich von Mörs ausge-stellten Urkunde wird den Neußern erlaubt,den Erftstrom in die Kruhr zu leiten undnicht umgekehrt. Und wäre dieses Flüßgen,welches sich natürlicher Weise allemal in denRhein ergießen mußte, gar zu der RömerZeiten, nemlich bey der Errichtung des Dru-sischen Castells vorhanden gewesen, hättendie Römer denn wohl eine bessere Lage füreine Freystäte für sich und für eine Vor-mauer wider die jenseitigen Deutschen, umGallien von dieser Seite zu schützen, wehlenkönnen? Indeß heißt es immer Novesiumad Rhenum, Neuß am Rhein; Und dieGeschichtschreiber der ersten Zeiten haben unsnichts aufgezeichnet, was einigen Bezughierauf haben könnte. Indeß mußte es na-türlicher Weise, so lange es vorhanden war,unterhalb dem Drusischen Castelle irgend inden Rhein fallen, so wie es sich nachhermit