Druckschrift 
Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
Seite
79
Einzelbild herunterladen
 

979wehrtere Urkunden vor sich hat. Freylich istdieser Punkt, wie lange nemlich der Rheineigentlich die Stadt so vorbeygefloßen ist,daß sie mit den benachbarten Völkern mit-tels deren Schiffen, welche die Stadt vor-bey führen, einen ordentlichen Handel hattreiben können, eben so klar nicht und wohlschwerlich mit Gewißheit zu erweisen. Aufeinmal hat sich gewiß der Rhein so weitnicht verloren, als er dermalen von uns ent-fernt ist. Das ergiebt sich von selbsten.Und wir sind Augenzeugen davon, daß dieAbweichung des Stromes wechselseitig vondieser Seite zur andern fast eben so unmerk-lich ist, wie die Anländung. So richtigindeß dieses ist, so richtig ist es auch, daßder Rhein länger die Stadtmauren bewässerthabe, als zuvor Gelenius angab. Die Ur-kunde vom 31ten Jenner 1254., worin derErzbischof von Kölln Conrad von Hochste-den den Bürgern zu Neuß erlaubt, dasim Rhein liegende Castell abzutragen, istsichtbarlich von jüngern Zeiten und uns einklarer Beweis, daß obiges Märchen wenigoder keinen Grund hat. (f) Selbst aus ei-ner(f) Castellum in oppido Nussiensi super Rhe-num a nobis constructum ipsis licentiavimusdemoliri & destruere penitus illam quo-que