69③die sie bey ihrem Einfalle noch verschonet,oder so die Ubisch-Römer einstweilen wie-der aufgebauet hatten, nieder. Daher kömmtes, daß die meisten adlichen Häuser der itzi-gen Köllner ihren Adel von den Ubisch-Römern, Francken und gar von den Hun-nen, Normännern und Sachsen herschrei-ben, nemlich so wie sich nach und nach ver-schiedene Großen dieser fremden Völker die-ser Orten niederliessen und sich mit den vor-nehmsten des Landes verheyratheten. Auchauf die gemeinen des Landes ist eben dieAnwendung zu machen. Eben diese verhey-ratheten sich auch nach und nach mit denfremden Nationen, je nachdem sich dieselbenvon Zeit zu Zeit hieselbst niederliessen.Natürlicher Weiße erfolgten aus denVereinigungen so verschiedener Völker ver-schiedene Characktere. Es folgert sich nunvon selbsten, daß Neuß als ein Theil zumganzen allemal an allem dem seinen Antheilgenommen habe, was dem ganzen selbst auf-gestossen ist. So wie sich die Religion,Sprache, Geseze, Gebräuche und Sitten imganzen änderten, so nahmen dieselbe auch inder Stadt Neuß ihre Wendung. Mithinward die Stadt Neuß als eine RömischeStadt sowohl von den heidniſchen, als chriſt-lichen Kayseren nach Römischen Zuschnitte be-handelt,
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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