61Sben wäre. Denn wenn man einestheils be-denkt, daß es nach dem Christlichen Con-stantin Kaysern gabe, die eben nicht zumbesten auf die Christliche Religion zu spre-chen waren und daß die Franken, die, alssie hiehin kamen, eben so wenig Religionals Wissenschaften hatten, auch nicht gleichanfangs die Christliche Religion angenom-men haben, so muß die Epoche nemlich vonder dieser Orten eingeführten fränkischen Mo-narchie bis auf die Zeiten Karls des Großenund Pepins für die Aufnahme der Christ-lichen Religion eben die beste nicht gewesenseyn. Wenigstens ist was die Stadt Neußbetrift, bis ins siebente Jahrhundert allesdunkel — schwerlich läßt es sich mit Zuver-läßigkeit darthun, wannehr Neuß eigentlichzum Christlichen Glauben übergegangen,noch weniger wannehr die Christliche Reli-gion darin allgemein und die herrschende ge-worden ist Da aber von den Aposteln, diein Deutschland am ersten die Grundsätze derChriſtlichen Religion mit Nachdruck geleh-ret und von hoher Hand in ihren Unter-nehmungen die kräftigste Unterstützung weit-licher Regenten zugleich gehabt haben, Bo-nifacius, Wilibrord und Swibertus diebekanntesten sind, so muß man auch auf de-ren Zeiten zurück gehen. Wahrscheinlicherweise ist letzterer derjenige, der die StadtNeuß
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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