36nige Bevölkerung dieses neuen Lagers in derVermischung und genauen Verbindung derRömer mit den von dem Agrippa auf die-se Seite des Rheins verpflanzten Ubiernsuchen. Schon seit Cäsars Zeiten konntendie Römer auf die Treue der Ubier die ge-wisseste Rechnung machen; und diese hattenaus keinem andern Grunde die Freundschaftder Römer gesucht, als um gegen die an-daurenden Bedrückungen der Chatten ge-sichert zu seyn. Wo konnten aber dieselbenwohl sicherer seyn, als in einem bevestigtenLager, worin bewafnete und geprüfte Römerihre gefährten im Glück und Unglück wa-ren? Und wo konnten die Römer umgekehrtwohl bessere Bundesgenossen aufnehmen, alsdie Ubier, die als ursprüngliche Deutschevon der andern Deutschen Angelegenheitenam besten unterrichtet waren? Dieses wech-selseitige Zutrauen beförderte den Umgangdieser beeden Völkerschaften, die endlich dieheiligen Bande der Freundschaft und die nochheiligern Bande der Liebe knupften und da-durch den Grund zu dem schnellen Wachs-thume dieses neuen Lagers legten. Ungemeindiese Vorsicht dieser beeden Völkerschaftenwar auch um so nöthiger, da es denen ge-genüber wohnenden Deutschen das angenehmstevon der Welt ware, dem angrenzenden Gal-lien einen unerwarteten Besuch abzustatten,den
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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