29den Uebergang nicht erschweren. Es muß-ten daher bey den Castellen, so die Römerals eine Vormauer wider die gegenüber woh-nenden Deutschen angelegt hatten, wehrhaf-te Soldaten zur Bedeckung stehen. Da die-se nun Jahr aus Jahr ein bey den Castel-len ihren ordentlichen Stand hatten, so wares natürlich, daß sie sowohl zu ihrer Sicher-heit als auch zu ihrer Bequemlichkeit irgendan einem gelegenen Orte ordentliche Lageraufwarfen. Von je her hat man an denRömischen Feldherren diese ausnehmende Art,für ihre Heere zu sorgen, vorzüglich ange-merkt. Fast alle Welt weis es, wie fertigsie mit dem Abstechen eines für sie vortheil-haften Plazes waren. Eh man sichs versah,stand ein weitläuftiges Lager da, das aus-wendig mit Gräben, Wällen, Pallisadenumgeben und inwendig mit ordentlichen Stra-ßen durchschnitten und mit regelmäßigen Ge-bäuden eingerichtet war. „Aus diesen La-gern sagt Michael Ignatz Schmidt: wurdengar bald Vestungen und wohnbare Oer-ter und aus diesen Hauptstädte der erober-ten Provinzen, (s) Auch unser Neußward aus einem ehemaligen Römischen La-ger allemälig eine Römische Municipal- inmitt-(2) M. I. Schmidt Geschichte der Deutschen. 1.Buch.
Druckschrift
Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
Entstehung
Seite
29
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten