28manien kommandirenden Generale ab. Mit-hin waren deren immer mehr oder wenigerdahier zur Besazung, je nachdem in dieserGegend die Gefahr vor den immer schwieri-gen und zu anhaltenden Streifereyen geneig-ten Deutschen; oder je häufiger ohnehin dieAbwechslung der Truppen zumal zu KriegesZeiten, oder auch wohl aus anderen derWelt unbekannt gebliebenen Ursachen gewe-sen seyn mag. Der triftigste Bewegungs-grund war aber doch wohl vor wie nach derewige Ueberfall der Deutschen, der erklärtestenFeinde der Römischen Herrschaft. Immerwaren diese den in ihren Augen verächtlich-sten fremdlingen Gram; und was ihnen ameigenthümlichsten ware, immer nach Beutelüstern und sahen allemal der ersten bestenGelegenheit mit der äussersten Sehnsuchtentgegen, die gallischen Besizungen überra-schen zu können. Die Römer arbeiteten um-gekehrt denselben immer entgegen und alleihre Castelle am westlichen Ufer des Rheinswaren fast eben so viele Dämme wider dieDeutschen überhaupt so viel einzelne DeutscheVölkerschaften allemal am gegenseitigen Ge-stade zum Ausbruch in Bereitschaft standen.Die Deutschen erschracken aber vor den blo-sen Steinmassen nicht, und die Flüße, wennsie auch noch so groß und noch so beschwer-lich zurück zu legen waren, konnten ihnenden
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Beyträge [Beiträge] zur Neußer Kronik, welche aus ächten Urkunden und bewehrten Schriftstellern gesammelt hat Conrad Aldendorff
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28
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