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Wegerichblüthen : Gedichte
Entstehung
Seite
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47Aufeines Kindes Grab.Nimmer geboren zu sein ist das Höchste, das BesteOder zu sterben am sonnigsten Tage der Jugend;Eh' noch den Rücken uns beugt das bleierne Alter,Eh' uns'res edelsten Strebens schnöde VerkennungUnd das erfolglose Mühen ermattet den Geist.Glückliches Knäbchen auf deinem hölzernen Pferde,Seliges Mägdlein, der bunten Puppe Gespielin,Eure Thräne gilt dem zerbrochenen SpielzeugNimmer der Schuld, noch verstoßener Liebe VerzweiflungKennt der Qualen nicht eine, die brechen das Herz.Darum stirb, o Mensch, am Tage der Jugend,Vo dir noch lächlen Gott, die Welt und die Menschen;Velke als Knospe, vom Finger der Jungfrau gepflücket,Daß du nicht fallest ein Opfer der herbstlichen StürmeUnd so im wüsten Schlamm' leidest den ruhmlosen Tod.S