Und dann doch nur stets für GeldIhre Seelenmessen lesenSieht man, wie's damit beſtellt:690. Daß an jenen armen WesenIhnen gar Nichts iſt gelegen,Daß die Messe, das GebetNur geschieht des Geldes wegenUnd es ihnen drum nur geht,Bauerntaschen auszufegen.Nicht die Liebe, nur der LohnIst ihre Religion.Wie wir Schaaf= und HühnerdiebeHalten sie es mit der Liebe700. Andersgläubige zu hassenNur für Liebe gelten lassenUnd den eignen HimmelssaalBau'n aus Andrer HöllenqualNicht allein mit Fasten, BetenAuch mit allerlei Geräthen:Weihewedeln, Kerzen, Käppchen,Krucifixen, Lappen, Läppchen,Amuletten, ScapulirenFür das Seelenheil handtiren710. Ist ihr lustig Tagewerk,Und dabei, Herr Vetter, merk“:Wer die Frau damit gefangen,Braucht nicht um den Mann zu bangenAuf der Frauen zarte HautIst das ganze Rom gebaut.Felsenfest die Kirche stehtWeil die Dummheit nie vergeht:Wahrlich, die AltweibereiStützet ſtets die Kleriſei720. Und es gibt Altweiber, echte,Auch von männlichem Geschlechte.Sieh, Wolf, sieh! wir sind verstoßenVon den Kleinen, von den Großen;Alle Bauern ja uns grollenLieber Wolf, wie anders sollenWir an diesen MenschenthierenNach Gebühr uns revanchirenAls daß wir gemeinsam schaffenMit dem Papst und seinen Pfaffen?730. Der Verein der KatholikenLäßt ein Mittel uns erblickenIn das Elend ſie zu ſchicken.Sieh! in dieſem Volksverein,Den der Mainzer jüngst gestiftet,Wird die Deutschheit schlau und feinAuf die schönste Art vergiftet
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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
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