12Von der Wiege bis zum GrabeStets auf jedem Lebensſchritte240. Fordern sie die Opfergabe.Taufen, Firmeln, ProclamirenGrabgeleiten, KopulirenBringen Münzen groß und kleinBringen Macht und Einfluß ein.Mit dem Tod iſt's nicht gethan:Dann fängt erst das Zahlen anDas die schlimmsten BösewichterReinigt vor dem ew'gen Richter,Der, wenn man den Beutel zieht,250. Gnädig durch die Finger sieht,Während abgeschiedne SeelenDenen die Moneten fehlen,Höll' und Fegefeuer quälenUnd das Sprüchwort sich bewährt:Wer gut schmieret auch gut fährt.„Unbegreiflich, aber wahrLacht der Wolf. Drauf Füchslein: „ZwarSind auch Herren andrer MeinungDoch vereinzelte Erscheinung260. Unfres Klerus große SchätzeSchon beweiſen meine SätzeUnd er schürt um diesen PreisNicht umsonst die Hölle heiß.All die klerikale SteuerMacht den Weg zum Himmel theuerAber was damit erzielt,Was man für sein Geld erhielt,Davon hat aus GrabesnachtNiemand noch Bescheid gebracht.270. Deine Arbeit ist ein SpielenUnd sie macht nicht Schweiß, nicht SchwielenNur zu schmälen und zu schwätzenHast du, und dich hinzusetzen.Auch der Kopf er leidet nicht;Weil dir Niemand widerspricht,Darfst das tollste Zeug du sagen.Sieh! das kannſt du wohl ertragenUnd zum Singen hast du auchEine Stimme zum Gebrauch280. Wenn halbtaub auch Einer wär',Hört' dich singen ferneher.Das wird dir nicht schwierig sein;Zwar verstehst du kein LateinDoch die um dich, ohne WahlWissen auch kein Wörtlein All,Selbst der Küster nicht einmal.Das Bekreuzen und das Segnen,
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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
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