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Das Märchen vom Fuchs und vom Wolfe : aus niederrheinischer Mundart in die Schriftsprache
Entstehung
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Geschäfte, das Gemeinwohl schädigen und die Revanchegelüste derFranzosen zum Durchbruche, zum neuen, blutigen Kriege fördern. IhrAnstürmen gegen das Reich, gegen die große Mehrheit des deutschenVolkes wird für sie selber aber die Wirkung haben, als wenn sie gegeneinen Eisenbahnzug anrennen wollten.Darauf ist dies Thiermärchen eine Antwort. Es erschien inNiederrheinischer Mundart, die aber nur dem kleinsten Theile desdeutschen Volkes verständlich. Deshalb diese freie Uebersetzung. Wenndarin der römischen Geistlichkeit überhaupt in wenig schmeichelhafterWeise gedacht ist, so muß man dem Character der hier redenden Thiere,des Fuchses und des Wolfes, zuschreiben, daß sie so wenig die edlereGesinnung vieler Geistlichen zu begreifen fähig, wie gewisse vorrecht-gierige Junker die Vaterlandsliebe. Nichts lag dem Herausgeber fernerals irgend ein berechtigtes religiöses Gefühl zu verletzen. Weil aberdenen, die es trifft, gelang, einfältigen Leuten Sand damit in dieAugen zu streuen,daß Heiliges verspottet sei so ist um der Schwachenwillen eine Umgestaltung der ersten Auflage vorgenommen worden. Esbedarf kaum der Erklärung, daß unter den Wortenkatholisch undKirche, die dem Fuchs in den Mund gelegt sind, nicht der katholischeGlauben unsrer Väter, nicht die heilige katholische Kirche, die wirhochhalten, sondern nur die extreme ultramontane reichsfeindliche Parteidie jesuitische Fälschung gemeint ist, die, befangene Gemüther verwirrend sich anmaßt, die wahren Katholiken Deutschlands zu vertreten.Nicht die Tempel werden geschmäht, sondern nur die Käufer und Ver-käufer gegeißelt. Dem Verfasser thut es aufrichtig leid, daß Mancherden er hochachtet, sich durch die maßlos plumpe Sprache zweier Raub-thiere verletzt fühlen könnte, wenn er jene Unterscheidung nicht beachtet:jedoch wird dies Alles tausendfältig aufgewogen durch Auslassungenwomit grüne Kapläne jedes heiligere vaterländische Gefühl verletzen.Unter dem Worte Pfaffe, das früher als Ehrennamen aller Gottge-weihten galt, ist heuer nur das Unkraut und unter Priester der Weizenzu verstehen. Daß aber ein früherer Ehrenname später als Scheltwortgilt, hat seine geschichtliche Ursache und stimmt zu dem 23. Kapitel desEvangeliſten Matthäus, was jeder Bürger und Bauer leſen und aus-wendig lernen sollte. Drin geht der Heiland noch schlimmer mit denPfaffen um als dieses Märchen. Wenn auch unter den jüngerenGeistlichen jesuitischer Färbung wenige, so gibt es doch Gottlob auchjetzt noch sehr viele berufstreue Priester, die fern davon sind, die Politikmit der Religion zu verwechseln und einsehen: daß nicht der katholischeGlaube, sondern die politische Weltmacht des Klerus durch das deutscheReich gefährdet und durch den Staat angegriffen, d. h. in ihre gehörigenSchranken zurückgewiesen ist. Sobald die geistlichen Herren insgesammtdiese unleugbare Wahrheit aussprechen und sich von den tollen Herrsch-gelüsten der Kirche frei machen, dann werden alle Pfaffen verschwindenund berufstreue Priester an deren Stelle treten, die nicht gegen dasVolk und sein Höchstes und Heiligstes, die deutsche Wissenschaftsondern im Volke für das Vaterland wirken und mit seiner Wohl-fahrt ihr eignes Glück erheben. Vaterland und Religion, das sittlicheGewissen ist von Gott. Die Confession aber und der Fanatismussind Menschenwerke. Man soll aber Gott mehr gehorchen wie den