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Briefe und Documente aus der Zeit der Reformation im 16. Jahrhundert : nebst Mitteilungen über Kölnische Gelehrte und Studien im 13. und 16. Jahrhundert bei Gelegenheit des 50jährigen Stiftungsfestes des Friedrich-Wilhelms-Gymnasiums zu Köln
Entstehung
Seite
202
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Excurs B.

Die reforniatorischen Schriften des Dentschherrnritters

Grafen Wilhelm von Isenhurg zu Köln

in den Jahren 1525-1529. J )

(Siehe Seite 153 dieses Buchs.)

„Ich hab in allen meinen Büchern geschrieben, dass wir allein umdes Glaubens willen gerechtfertigt und allein durch Christumselig werden, und nicht durch die "Werok, die wir doch auspfliclifc göttlicher gebott zu thun schuldig sind."

Graf W. von Isenburg 1529.

I.

Eyn schöner begriff/darin kürtzlich angezeygt, das/die werckdes waren lebendigen / glaubens, so durch Götlich lie/be geschehen,Got gefallen, Vn die werck durch der mensche ey/gen fiirneme, onGottes gebot / gewirckt, Gott missfellig sint/Fast tröstlich hinzulege.die irrn/gen der zweispaltigen prediger/durch den wolgeborncmeinen/gnedigen Herren vö ysenburg/Teutsch ordens mir zugeschickt/vnd also von wort zu wort vffs fleissigst getruckt vn voluendt. M.D.XXV.Am Schluss: Getruckt zu Wormbs durch Peter Schöfi'crnIm Jar M.D.XXV. am XXVII. des Weinmonats.

Ib.Eine zweite Auflage dieser Schrift erschien 1526, ohne denSchluss der ersten Auflage, und in Bezug auf den Titel mit etwasveränderter Orthographie.

II.Kurtzer Bericht vnd/anzcyge uß heyliger göttlicher ge/schrifftwie got in seyne heyligen zu/loben, Vnd nit sie, sonder er alleyn/

l ) Die ausserordentliche schriftstellerische Thätigkeit des alten, vielleichtbeinahe 70jährigen Ritters, der am Abend seines Lebens das Schwertmit der Feder vertauschte, gehört auch zu den merkwürdigen Dingendes in vielen Beziehungen so ausserordentlichen Zeitalters der Refor-mation. Wir können hier nur die literarische Seite der Sache berühren.